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Ein Gespräch mit Steffen Fölsch, Senior Specialist Marketing PR DACH bei BRITA, über nachhaltige Wasserwirtschaft, weniger Plastik im Meer und darüber, wie man mit gefiltertem Wasser einen großen Beitrag für den Umweltschutz leistet.

Steffen Fölsch

Senior Specialist Marketing PR DACH bei BRITA

Viele Verbraucher in Deutschland trinken wie selbstverständlich das streng kontrollierte Wasser aus dem Wasserhahn. Wie beurteilen Sie seine Qualität? 

Grundsätzlich ist das Wasser, das in Deutschland aus den Leitungen kommt, von sehr guter Qualität. Allerdings kann es in Häusern, in denen immer noch ein altes Rohrsystem installiert ist, vorkommen, dass Blei- und Kupferpartikel ihren Weg ins Leitungswasser finden. Zusätzlich haben viele Haushalte in Deutschland hartes Leitungswasser. Das ist nicht ungesund, beeinflusst aber durchaus Geschmack, Geruch und Qualität von Kaffee und anderen Getränken. Darüber hinaus kann dies zu Kalkablagerungen und in der Folge auch zu Schäden an Haushaltsgeräten führen.

BRITA ist im globalen Wasserfiltermarkt führend. Was leisten Ihre Wasserfilter in diesem Zusammenhang?

Mit unseren Filtern lassen sich solche gerade erwähnten unerwünschten Stoffe zuverlässig reduzieren. Heißgetränke wie Tee und Kaffee können dann mit dem weicheren Wasser ihr volles Aroma entfalten und entwickeln keinen unschönen Film auf der Oberfläche. Seit 1966, als unser Firmengründer Heinz Hankammer den Tisch-Wasserfilter erfand, entwickeln, produzieren und vertreiben wir daher eine große Bandbreite innovativer Lösungen für die Trinkwasseroptimierung. Unser CEO Markus Hankammer formulierte unsere Vision vor einigen Jahren sehr treffend: „Wir werden die Art und Weise, wie Menschen Wasser trinken, nachhaltig verändern.“ Das gilt heute umso mehr.

Heute spricht längst jeder von Nachhaltigkeit. Wie hängt sie mit der Wasserfiltration zusammen? 

Beide gehen gewissermaßen Hand in Hand, gerade auch beim Wasserkonsum. Denn Flaschenwasser ist nach wie vor sehr beliebt in Deutschland. Dieses wird – wegen des geringeren Gewichts – gern in Plastikflaschen gekauft, die aber nur in den wenigsten Fällen aus recycelten Materialien bestehen. Die Flaschen werden meist unter hohem Energieverbrauch aus wertvollen Rohstoffen, wie zum Beispiel Rohöl, hergestellt. Nach dem Befüllen folgt der Transport quer durchs Land – was mit einem hohen CO2-Ausstoß einhergeht.

Mit einem Wasserfilter spart man also nicht nur eine beträchtliche Menge an Plastikmüll, sondern auch an CO2-Emissionen. Das liegt zum einen daran, dass man das eigene Leitungswasser zu Hause filtert, wodurch die Transportwege entfallen. Zum anderen ersetzt unsere MAXTRA+ Filterkartusche mit ihrer Kapazität bis zu 100 Ein-Liter-Wasserflaschen. Wenn man dann den CO2-Fußabdruck von einem Liter BRITA-gefiltertem Wasser mit einem Liter Flaschenwasser vergleicht, sieht man, dass der Fußabdruck des Flaschenwassers fast 23-mal so hoch ist! Wer sein Wasser filtert, leistet also automatisch einen Beitrag für den Schutz der Umwelt.

Ein anderes Beispiel aus der Wirtschaft: Bis zu 96 Prozent Plastikmüll können Gastronomen in der Trinkwasserversorgung einsparen, wenn sie auf BRITA VIVREAU Wasserspender setzen. Dabei reduzieren sie gleichzeitig auch ihren CO2-Fußabdruck. Weiterhin sparen sie sich den logistischen Aufwand für Nachbestellungen, Lagerflächen können verringert werden, und auch die Kühlung von Vorratsflaschen ist nicht mehr notwendig. Zudem wissen ihre Gäste diese Initiative immer mehr zu schätzen. Denn Regionalität und Rückbesinnung auf einfache, aber hochwertige Zutaten stehen hoch im Kurs.

Nach wie vor sehr erfolgreich läuft Ihre Kampagne #hahntrinker. Was steckt dahinter? 

Verbraucherinnen und Verbraucher zeigen sich in den sozialen Medien als Hahntrinker(innen) und lassen so die Community der umweltbewussten Wassertrinkerinnen und Wassertrinker weiter wachsen. Auf Instagram sind unter dem Hashtag #hahntrinker bereits viele kreative Beiträge eingegangen. So regen wir die Menschen an, sich kreativ und ganz konkret mit dem Umstieg auf Leitungswasser auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus hat BRITA als erstes Unternehmen Ihrer Branche ein Recyclingprogramm etabliert. Was beinhaltet das? 

Das BRITA-Recyclingprogramm umfasst sowohl die Haushaltskartuschen als auch unsere Professional Filter für den Außerhausmarkt. Alle Kartuschen werden im ersten Schritt in ihre verschiedenen Komponenten zerlegt. Der Kunststoff, aus dem die Gehäuse gefertigt sind, wird zerkleinert und anschließend durch unsere Partner abgeholt. Diese reinigen und granulieren den Kunststoff, sodass dieser zur Wiederverwendung bereit ist. Die Aktivkohle wird an die ursprünglichen Lieferanten zurückgegeben, wo sie wiederaufbereitet und für verschiedene andere Filterprozesse, zum Beispiel in der Abwasserbehandlung, wiederverwendet wird. Herzstück des BRITA-Recyclingprogramms ist unsere eigene Regenerationsanlage. In dieser wird der Ionenaustauscher unserer Wasserfilter regeneriert und als Beimischung für die Produktion neuer Filterkartuschen wiederverwendet. So findet der größte Teil unserer Kartuschen wieder zurück in den Wertstoffkreislauf.

Es gibt noch mehr Bereiche, in denen sich Firmen nachhaltiger aufstellen können. Welche sind das bei BRITA?

Wir haben vor einigen Jahren intern das breite Nachhaltigkeitsmanage-
ment gestartet, das sich unter anderem mit den gruppenweiten CO2-Emissionen und ihrer Reduktion auseinandersetzt. Nahezu 90 Prozent unseres Stroms beziehen wir aus erneuerbaren Quellen. Und wir arbeiten daran, diesen Prozentsatz weiter zu erhöhen. Unsere Richtlinie für Firmenfahrzeuge fördert den Einsatz von Elektrofahrzeugen, und wir setzen in unseren Gebäuden energiesparende LED-Beleuchtung ein.

Des Weiteren unterstützen wir seit einigen Jahren die NGO Whale and Dolphin Conservation (WDC), die sich für den Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner vor Plastikmüll einsetzt. Wir tragen ihre Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ mit und klären so gemeinsam über die Folgen der übermäßigen Nutzung von Einwegplastik und die daraus resultierende Verschmutzung der Weltmeere auf. Damit wollen wir Konsumentinnen und Konsumenten zum Nach- und Umdenken bewegen. Diese Kooperation weiteten wir letztes Jahr aus, indem wir acht Clean-up-Aktionen an deutschen Gewässern durchführten. 

Das klingt alles positiv. Aber wo gibt es aus Ihrer Sicht noch Verbesserungsbedarf? 

Wasserfilter werden auf Anhieb nicht mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Viele Leute denken, dass es sich bei den Filtern um ein „Wegwerfprodukt“ handelt, mit dem kein Plastikmüll eingespart werden kann. Dem ist jedoch nicht so. Wie bereits aufgezeigt, kann man mit unseren Filtern viele Wasserflaschen einsparen, wodurch Müll vermieden wird und Ressourcen geschont werden. Zugleich sorgen wir mit unserem Recyclingkonzept dafür, dass Plastikabfall durch unsere Filter vermieden wird. Dieser Denkansatz wird sich in den nächsten Jahren bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern durchsetzen. BRITA arbeitet mit Hochdruck daran, Möglichkeiten zu finden, die Produkte nachhaltiger zu gestalten, ohne ihre Leistung zu mindern oder auf gewisse Standards, zum Beispiel bei der Hygiene, zu verzichten. 

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RECYCLING & RESSOURCEN

Seit Anfang des Jahres gilt hierzulande das neue Verpackungsgesetz. Ein Stichwort, das dabei immer wieder fällt, ist die Kreislaufwirtschaft. Was unterscheidet sie von früheren Modellen?

In der Vergangenheit wurde häufig eher in einem linearen Modell des Wirtschaftens gedacht. Es zählte primär der Nutzen des Produkts. Dass Ressourcen für seine Produktion endlich waren, wurde kaum berücksichtigt. Bei der Kreislaufwirtschaft geht es heute darum, den Lebenszyklus eines solchen Produktes zu verlängern. Es geht also auch um den Nutzen der Ressourcen. Ziel ist dabei, bereits eingesetzte Stoffe länger und häufiger zu verwenden und sie wieder in den Kreislauf der Produktion zurückzuführen. Idealerweise muss man dann auf die ursprünglichen, fossilen Rohstoffe nicht mehr zurückgreifen. Auch in Deutschland werden bereits genutzte Stoffe zu wenig wiederverwendet beziehungsweise als Sekundärstoffe zurückgewonnen. Die Deutschen sind zwar Weltmeister darin, Müll zu sammeln und zu trennen. Aber die Recylingquoten, also der Anteil am Abfall, der wirklich wieder verwertet wird im Sinne eines Kreislaufs, ist noch zu niedrig. Und das in einem an Rohstoffen eher armen Land.

Welches sind die Faktoren, die zurzeit den Druck zum Handeln erhöhen?

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket und auch das neue Verpackungsgesetz sind relevante regulative Faktoren. Hinzu kommen Veränderungen im Markt. China hat Anfang 2018 ein Importverbot für bestimmte Abfälle verhängt. Bislang galt das Land als wesentlicher Exportmarkt für deutschen Plastikabfall. Künftig muss Deutschland nun mehr Abfall selbst verwerten oder noch besser weniger Abfall verursachen. Die Relevanz des Themas liegt auf der Hand. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2050 mehr Plastik in den Meeren schwimmt als Fische.

Es gibt Forderungen von der Politik, eine größere Bereitschaft bei den Konsumenten, sich umweltgerechter zu verhalten. Gleichzeitig sind es die Unternehmen, vor allem Hersteller von Konsumgütern sowie der Handel, die die erste Quelle für Verpackungsflut sind. Wie können diese im Sinne einer neuen Kreislaufwirtschaft agieren, ohne gleich ihre gesamte Firma auf den Kopf zu stellen?

Es gibt zwei Ansätze. Zum einen können sie in ihrem Unternehmen, sozusagen in den eigenen vier Wänden, schauen, wo es bereits Stellschrauben für Optimierung gibt. Besser als Einzelmaßnahmen ist natürlich, einen ganzheitlichen Ansatz zur Kreislaufwirtschaft zu verfolgen. Geschäftsführer, die schnell konkret etwas umsetzen wollen, sind oft enttäuscht, wenn ich Ihnen rate, sich im ersten Schritt die Datenlage und Kennziffern anzuschauen. Wichtig ist, die Effekte der eigenen Produktion auf die Umwelt in einer gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren. Welche wesentlichen ökologischen, aber auch sozialen Auswirkungen hat das eigene Geschäft und haben mögliche Maßnahmen? Erst danach kann man mit gezielten Maßnahmen und Budgets auch wirklich Wirkung erzielen. Oft muss man sogar Prozesse und das eigene Geschäftsmodell hinterfragen. Hilfreich ist, die ganze Kette der Geschäftspartner und Zulieferer an einen Tisch zu bringen. Das kann anstrengend sein. Aber die Kreislaufwirtschaft führt man nicht allein ein.

Gibt es Beispiele im Markt, wo sie bereits erfolgreich umgesetzt wird?

Drogerieketten schließen sich inzwischen für gemeinsame Projekte zusammen. Führende Lebensmittelhändler sagen dem Verpackungsmüll den Kampf an. Auch der Bausektor hat sich der Ressourcennutzung angenommen und die Chemieindustrie hat Anfang des Jahres eine Allianz gegen Plastikmüll ins Leben gerufen. Es gibt also viele Beispiele dafür, wo und wie Industrie und Handel Kreislaufwirtschaft umsetzen. Es gibt aber auch noch viel zu tun. Denn wir brauchen einen umfassenden Ansatz um Innovationen und Nachhaltigkeit wesentlich voranzutreiben.

Gerade Unternehmer scheuen zusätzliche Kosten und fragen verständlicherweise nach den Vorteilen. Welche sind das?

Wenn sie ihre Produktion für die Zukunft gestalten wollen, sollten sie selbst an nachhaltiger Schonung ihrer Ressourcen interessiert sein. Mittelfristig gehen Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft sogar mit einer Kostenreduktion einher, weil Firmen zum Beispiel weniger Material verwenden, zurücknehmen und recyceln. Ihr Umdenken fördert Innovationen. Und Konsumenten und Aktionäre begrüßen und belohnen umweltschonende Ansätze.

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