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RECYCLING & RESSOURCEN

4 Fragen an den Umweltgutachter

Foto: Lily Banse via Unsplash

Dipl.-Biol. Lennart Schleicher

Umweltgutachter und Vorsitzender des VNU

1. Welchen Nutzen haben Betriebe, die Umweltmanagementsysteme anwenden?

Umweltmanagementsysteme verringern Umweltauswirkungen und -kosten sowie Risiken. Sie verbessern die Wettbewerbsfähigkeit und leisten einen Beitrag für die Gesellschaft. Es wird eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung erreicht. Ein zertifiziertes System ist oft Voraussetzung für strategische Lieferanten. Mit dem Premiumsystem EMAS kann man zudem von Vorteilen wie beispielsweise bei der öffentlichen Ausschreibung, Gebührenreduzierungen bei Genehmigungen und erhöhter Reputation profitieren.

2. Worauf sollte man bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems achten?

Die Einführung sollte von der Geschäftsführung sichtbar unterstützt werden. Zudem sollte man ein Umweltteam gründen und das System immer auf den Betrieb zuschneiden. Wenn Glaubwürdigkeit, Kommunikation und die Einhaltung von Rechtsvorschriften wichtig sind, sollte man EMAS wählen. Um Fehler zu vermeiden und schnell ein gutes System aufzubauen, sollte man sich beim Aufbau eventuell von einem Experten beraten lassen.

3. Wie tragen Umweltmanagementsysteme zur Ressourcenschonung bei?

Die Umweltaspekte des Betriebes und der Ressourcenverbrauch werden analysiert und möglichst quantifiziert. Nötige Kompetenzen und Bewusstsein werden sichergestellt, Prozesse optimiert sowie Ziele und Maßnahmen festgelegt und umgesetzt. Interne und externe Auditierungen zeigen auf, wo Korrekturmaßnahmen nötig sind. Über die Jahre zeigen sich so immer neue Handlungsfelder, wie der Ressourcenverbrauch verringert werden kann.

4. Welche Rolle spielen Umweltmanagementsysteme für die nachhaltige Entwicklung?

Gute Umweltmanagementsysteme decken eine der drei Säulen der Nachhaltigkeit ab und tragen wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung von Unternehmen bei. EMAS hat eine besondere Nähe zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, denn die registrierten Betriebe veröffentlichen geprüfte Informationen und Daten in Form einer Umwelterklärung, die leicht zum Nachhaltigkeitsbericht erweitert werden kann. Dies hat auch die Studie des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) gezeigt, in der die Schnittstellen betrachtet wurden.

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Der Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. ist eine Gemeinschaft aus Experten und Anwendern, bietet Fachveranstaltungen und arbeitet in Gremien. Weitere Informationen unter: vnu-ev.de.

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Wienerberger setzt Nachhaltigkeitsprogramm fort


Der führende Anbieter von smarten Lösungen für die gesamte Gebäudehülle und Infrastruktur baut mit seinem „Nachhaltigkeitsprogramm 2023“ auf erzielte Erfolge auf und verstärkt den „grünen“ Trend der Unternehmensgruppe weltweit.

Environmental, Social and Governance: Hinter diesen drei Schlagworten verbirgt sich der Bogen, den ein modernes Nachhaltigkeitsmanagement über die unterschiedlichen Bereiche eines Unternehmens spannen muss, um klimafreundliche Effekte erzielen zu können. Der österreichische Baukonzern Wienerberger hat hier bereits mit seinem Nachhaltigkeitsprogramm 2020 sehr gute Erfahrungen gemacht. Nun legt der Branchenriese mit dem Nachhaltigkeitsprogramm 2023 den nächsten Schritt vor – mit umso ambitionierteren Zielen. „Das Nachhaltigkeitsprogramm 2023 ist die wesentliche Grundlage unserer ESG-Strategie. Wir reagieren damit, gestärkt durch die Erfahrungen aus dem Programm 2020, auf veränderte ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen“, erläutert Wienerberger-CEO Heimo Scheuch.

So sollen die CO2-Emissionen der Gruppe bis 2023 um weitere 15 Prozent gesenkt werden, zudem sollen alle neuen Produkte zu 100 Prozent wiederverwend- und recycelbar sein. Zusätzlich lanciert das Unternehmen ein Biodiversitätsprogramm für alle seine Standorte. Diese Anstrengungen unternimmt Wienerberger, um den wertschaffenden Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortsetzen.

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Es handelt sich auch um einen wichtigen Baustein, um das gruppenweite Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Dazu braucht es eine Dekarbonisierung der Produktionsprozesse, ein innovatives Produktportfolio und neue Technologien. Hier kommt die Trilogie „Environmental, Social and Governance“ (ESG) wieder zum Tragen: Die ESG-Kriterien werden gruppenweit entlang der Wertschöpfungskette angewandt und streng geprüft.Erreicht werden können die Ziele nur, wenn in den unterschiedlichen Bereichen jeweils Fortschritte erzielt werden. Daher investiert Wienerberger 60 Mio. Euro jährlich in Forschung und Entwicklung, innovative Prozesse und neue Produkte, um die nötigen Entwicklungen in Richtung Klimaneutralität dauerhaft und nachhaltig zu fördern. „Mit innovativen Produkten und Systemen sowie einem gruppenweiten Commitment wollen wir zukunftsweisende Lösungen zur Dekarbonisierung erarbeiten und die Kreislaufwirtschaft und Biodiversität fördern“, zeigt sich Scheuch entschlossen. In der Beschaffung wird der Anteil an Sekundärrohstoffen weiter ausgebaut, Transporte werden mit dem gruppenweiten Supply Management optimiert. Aufgelassene Abbaustätten werden rekultiviert und renaturiert oder für die Nachnutzung bereitgestellt.

Neben den klima- und umweltrelevanten Maßnahmen legt die Gruppe auch Wert auf die Handlungsfelder Mitarbeiter(innen) sowie Unternehmensethik und soziale Auswirkungen. Wienerberger will daher auch bis 2023 den Frauenanteil im Senior Management-Bereich auf 15 Prozent steigern. Zudem wird das Lieferant(inn)enmanagement im Hinblick auf Digitalisierung und ESG-Kriterien kontinuierlich weiterentwickelt, wozu auch die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitsschutz, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung gehören. Überprüft wird das im Rahmen des gruppenweiten Supplier Code of Conducts mit eigenen Lieferant(inn)enaudits sowie monatlichen Lieferant(inn)enscans. „Die Klimakrise ist ein Faktum und nur mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen können wir eine lebenswerte Zukunft gestalten“, erläutert Heimo Scheuch den Weg der Wienerberger-Gruppe.

Wienerberger Gruppe

Die Wienerberger Gruppe ist ein international führender Anbieter von smarten Lösungen für die gesamte Gebäudehülle und Infrastruktur. Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent (Porotherm, Terca) weltweit und Marktführer bei Tondachziegeln (Koramic, Tondach) in Europa sowie bei Betonflächenbefestigungen (Semmelrock) in Osteuropa. Bei Rohrsystemen (Steinzeugrohre der Marke Steinzeug-Keramo und Kunststoffrohre der Marke Pipelife) zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern in Europa. Mit gruppenweit 197 Produktionsstandorten erwirtschaftete Wienerberger im Jahr 2020 einen Umsatz von 3,4 Mrd. € und ein bereinigtes EBITDA von 566 Mio. €.  

Rückfragehinweis

Claudia Hajdinyak, Head of Corporate Communications Wienerberger AG +43 664 828 31 83 | [email protected] 

Christine Vieira Paschoalique, Head of Corporate Sustainability Wienerberger AG +43 1 601 92 – 10180 | [email protected]

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