Home » SOZIALE VERANTWORTUNG » Wir bauen für sehbeeinträchtigte Kinder in Uganda
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Viele Gemeinden Ugandas stehen vor ökonomischen, strukturellen und sozialen Problemen. In einer Gesellschaft, in der selbst existenzielle Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden, haben es Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen besonders schwer. Soziale Isolation und geringe Bildungschancen sind die Folge. Glücklicherweise gibt es aber auch inklusive Orte wie das Iganga Centre for the Blind. 72 sehbeeinträchtigte und blinde Kinder gehen dort zusammen mit sehenden Gleichaltrigen zur Schule, lernen die Braille-schrift und leben auf dem Schulcampus. 

Verbesserungsbedarf besteht jedoch trotz der Bemühungen der Schule in vielerlei Hinsicht. Die Unterkünfte für die sehbeeinträchtigten Kinder und Lehrkräfte sind in einem desolaten Zustand, ebenso die Sanitäranlagen. Auch  sauberes Wasser ist nicht leicht zugänglich.  

Ingenieure ohne Grenzen e. V. hat ein Projekt entwickelt, um den Menschen am Iganga Centre for the Blind zu helfen. 

Wir sind eine als gemeinnützig anerkannte Organisation, deren Ziel es ist, durch technische Entwicklungszusammenarbeit die Lebensbedingungen benachteiligter Menschen zu verbessern. Wir sind stolz auf unsere mehr als 500 Ehrenamtlichen, die sich bundesweit in Regionalgruppen organisieren und mit Partnerorganisationen im Ausland Projekte in den Bereichen Hochbau, Wasser- und Stromversorgung sowie Bildung verwirklichen. Wir binden die Menschen in den Projektregionen aktiv und auf Augenhöhe ein, damit unsere Bauvorhaben langfristig helfen.

Paul Kitamirike ist Lehrer am Iganga Centre for the Blind. Als Blinder kennt er die Probleme, die den Kindern im Schulalltag begegnen. „Eine große Herausforderung ist das Fehlen von gepflasterten Wegen. Es ist schwierig für mich, den Weg zu den Toiletten zu finden“, erzählt er uns. Wir planen, das Schulgelände barrierefreier zu gestalten und den Alltag der Kinder und Lehrkräfte wie Paul zu erleichtern. Neben einem Blindenleitsystem wollen wir neue Unterkünfte mit eigenen Waschräumen für die nicht sehenden Kinder und Lehrer*innen errichten, die Toilettenhäuser auf dem Campus erneuern und die Versorgung mit sauberem Wasser ausbauen. „Die Kinder werden sehr von dem Projekt profitieren“, freut sich Schulleiter Daniel Okoth. 

Für den Bau brauchen wir Ihre Unterstützung! Mit Ihrer Spende machen Sie die Realisierung dieses und anderer Projekte Stein für Stein möglich und verhelfen damit Menschen zu besseren Lebensbedingungen.   

Jetzt Unterstützer*in werden!

Ingenieure ohne Grenzen e. V.
IBAN: DE89 5335 0000 1030 3333 37
BIC: HELADEF1MAR
Stichwort: Soziale Verantwortung

Lust auf Ehrenamt?
Unsere Regionalgruppen freuen sich über Engagierte aus allen Fachrichtungen! Kontaktmöglichkeiten finden Sie online.

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SOZIALE VERANTWORTUNG

„Mein Einsatz im Jemen war herausfordernd und bewegend“, sagt Annette Werner. Die Kinderärztin von Ärzte ohne Grenzen berichtet über eine Flut, den Krieg und Definitionen, die ins Wanken gerieten:

Sieben Monate arbeitete ich im Jemen. Die letzten Wochen waren dabei besonders fordernd und berührend. Es gab starke Regenfälle und Überschwemmungen. Eines Abends wurde die Tür unserer Notaufnahme aufgestoßen: Ein Vater trug seinen achtjährigen Sohn herein.

Ich durfte den Zauber des Lebens wieder wahrnehmen!– Annette Werner

Die Eltern hatten ihn ertrinkend in den Fluten gefunden. Er war bewusstlos und stark unterkühlt. Wir begannen direkt mit der Stabilisierung: Aufwärmen, Krämpfe kontrollieren, Kreislauf stabilisieren, Atemweg sichern. Es war extrem kompliziert, doch es gelang uns. Nach zwei Stunden ging es dem Jungen besser, und wir verlegten ihn ins größere Krankenhaus nach Sanaa. Vier Tage später wurde er entlassen. Lachend und gesund. Einer meiner schönsten Momente.

Kleine medizinische Wunder

Doch der Regen war nur eine von vielen Katastrophen im Jemen: Krieg, Armut, hohe Kindersterblichkeit. 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ärzte ohne Grenzen ist seit Jahren vor Ort. Durch überschwemmte Wege und anhaltende Benzinblockaden brauchten manche Patient*innen zwei Wochen, bis sie uns erreichten – viel zu lange, viel zu spät.

„Hajdan ist ein Bergdorf nahe der Front. Immer wieder hörten wir die Kampfflugzeuge“, sagt Annette Werner.
(Foto: Agnes Varraine-Leca/MSF)

Zahlreiche Kinder kamen mit schweren Infektionen und Mangelernährung in unser Krankenhaus. Sie waren teilweise so schwer erkrankt, dass die medizinische Notversorgung zu einem Drahtseilakt wurde. Wir legten all unsere Energie in diese Kinder, um jede noch so kleine Chance zu nutzen und erlebten mehr als ein Mal kleine medizinische Wunder. In diesen Stunden wurde mir immer wieder bewusst, wie unterschiedlich die Lebensbedingungen in unserer Welt doch sind.

Wenn Neugeborene lächeln

Gesundheit ist ein so wertvolles Gut. Ich bin froh, dass ich mit Ärzte ohne Grenzen, meinen Beitrag dazu leisten konnte, den Menschen an schwer erreichbaren Krisenorten zu helfen. Ich habe im Jemen viel gelernt. Zum Beispiel auch an Wunder in der harten Realität zu glauben, und den Zauber des Lebens wieder wahrnehmen zu dürfen.

JEMEN:  „Die Kindersterblichkeit im Land ist hoch, doch wir können mit einfachen Mitteln helfen“, sagt Annette Werner von Ärzte ohne Grenzen. (Foto: MSF)

Mein jemenitischer Kollege Maged fragte mich einmal, was wir in Deutschland sagen, wenn Neugeborene lächeln. Ich ratterte meine erlernte Definition herunter: „Spontanes Reflexlächeln, nicht emotional verknüpft etc. …“ Daraufhin lächelte Maged und sagte: „Also wir sagen hier, dass die Engel aus dem Himmel herunterkommen und mit den Neugeborenen spielen – und dann lächeln sie.“ So bewegend – wie mein gesamter Einsatz im Jemen.

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