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Soziale Verantwortung

Verantwortung übernehmen – soziales Engagement formt die Gesellschaft

Foto: Sarra Gläsing

Soziale Verantwortung. Was bedeutet das eigentlich? Verantwortung klingt zuerst nach einem Wort mit schwierigem Charakter, welches mit viel Arbeit und Aufwand verbunden ist. Doch das liegt häufig daran, dass man sie dann allein trägt. Teilt man diese also auf und schaut genau hin, findet man die Antwort.

Sarra Gläsing

Senior Project Manager Sustainability

Soziales Engagement ist der erste Schritt, um gezielt und nachhaltig Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen.

In den letzten Monaten und Wochen werden Themen wie Klimaschutz, die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, Umweltkatastrophen, Kriege, Rassismus, Sexismus, Homophobie und Gleichberechtigung immer lauter kommuniziert.

All diese Probleme sind keineswegs allein lösbar und unterliegen auch nicht der Verantwortung einer einzelnen Person. Wir alle haben irgendwo unseren Teil dazu beigetragen, ob bewusst oder unbewusst. Wir alle sind verantwortlich für diese Erde, dem einzigen Ort, an dem wir lebensfähig sind. Daher ist es umso wichtiger, dass wir jetzt auch alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um diese Welt lebenswert zu erhalten.
Dabei bedeutet soziale Verantwortung nicht unbedingt, dass man nun sofort alle großen welt- weiten Probleme allein angehen muss. Natürlich ist das überfordernd, frustrierend und schlichtweg nicht möglich. Vielmehr bedeutet es jedoch, über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich für sein Umfeld und jene, die Hilfe brauchen, zu interessieren und einzusetzen.

Jeden Tag werden wir mit Situationen konfrontiert, die uns stören und die wir gerne ändern möchten. Oft gehen wir davon aus, dass sich schon irgendjemand darum kümmern wird und beschweren uns dann, dass sich nichts tut.

Genau da liegt der Knackpunkt unserer Gesellschaft – Es ist immer einfacher Dinge und auch das Handeln anderer zu kritisieren, als den Fehler bei sich selbst zu suchen.

Wie kann also Veränderung erwartet werden, wenn keiner Willens ist, selbst anzufangen?

Für eine wirkliche Verbesserung ist es somit notwendig, dass sich jeder beteiligt und eigenständig den ersten Schritt geht.

Dazu braucht es kein Geld, man muss auch keine bekannte Person aus dem öffentlichen Leben mit viel Einfluss sein, um sich zu engagieren. Jeder hat die Möglichkeit, sich für die Gesellschaft einzusetzen und Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Das fängt allein damit an einem älteren Menschen in der Bahn den Sitzplatz anzubieten, das gefundene Portemonnaie abzugeben anstatt es zu behalten, seinen Müll oder Zigarettenstummel nicht auf die Straße zu werfen, öfter Bitte und Danke zu sagen und auch seine engsten Mitmenschen nicht als selbstverständlich zu sehen.

Auch unabhängig vom Alter ist es jedem möglich sich sozial einzusetzen. Sei es als Kind mit Hunden spazieren zu gehen, als Abiturient ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren, als Berufstätiger einer NGO beizutreten, einem Ehrenamt nachzugehen oder als Rentner Kindern vorzulesen.

Wir haben so viele Baustellen in unserer Gesellschaft, sodass wirklich jeder etwas Gutes bewirken und seinen Teil zur Veränderung beitragen kann. Mit Hilfe dieser Kampagne möchte ich daher aufzeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten es dafür gibt.

Denn soziales Engagement ist der erste Schritt, um gezielt und nachhaltig Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Jeder kann so Projekte unterstützen, hinter denen man selbst steht und die einem besonders wichtig sind. So können Dinge, die über den bürokratischen Weg oft lange dauern, ins Laufen gebracht werden.

Wenn wir uns alle vornehmen, jeden Tag nur eine einzige kleine gute Tat zu vollbringen, wären wir bei Millionen von lächelnden Gesichtern allein pro Tag. Rechnet man das nun weiter auf nur einen Monat, erreichen wir schon eine Milliarde.

Das Schöne an einem Lächeln ist, dass es ansteckend ist, es keine Grenzen kennt, kein Geschlecht, kein Alter, keine Hautfarbe, keine Diskriminierung, keine Probleme, keine Gewalt und dass es uns glücklich macht.

Wäre das nicht ein schöner Ort zum Leben?

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