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Wer kennt es nicht – das Ehrenamt. Jeder hat eine Freundin, die Seniorinnen und Senioren im Pflegeheim etwas vorliest; jede hat einen Bekannten, der schon einmal als Wahlhelfer gedient hat oder nach der Arbeit heiße Suppe und Brot bei der Tafel verteilt.

Und dann ist da das Technische Hilfswerk (THW) – das Schweizer Taschenmesser unter den Ehrenämtern.

Die Aufgaben des THW sind vielfältig: die Helferinnen und Helfer beseitigen umgestürzte Bäume von Straßen, sie unterstützen Polizei und Feuerwehr bei Großbränden, Fahndungen und Verkehrsunfällen. Oder sie bauen ganze Dörfer wieder auf, Brücke für Brücke – wie erst vor kurzem im Westen Deutschlands, als Tief Bernd ganze Städte dem Erdboden gleichmachte.

Ehrenamt in Zeiten des Klimawandels

Der Einsatz im Ahrtal wurde zum größten Inlandseinsatz der 70-jährigen Geschichte des THW. Rund 17.000 Helferinnen und Helfer waren vor Ort im Einsatz. Sie unterstützten die Wiederaufbauarbeiten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe vom 14. Juli. Sie pumpten vollgelaufene Keller ab, errichteten unzählige Brücken und räumten tonnenweise Schutt und Schlamm von den Straßen – und das alles in ihrer Freizeit.

Spätestens hier zeigte sich: Das THW wird so sehr gebraucht wie nie zuvor. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden immer spürbarer – auch für uns in Deutschland. Tornados fegen über Hamburg hinweg, Jahrhundertfluten reißen durch das Ahrtal. Naturkatastrophen halten das ganze Land in Atem.

Gemeinsam geben die Helferinnen und Helfer des THW alles.

Helfen will gelernt sein

Doch ganz egal ob Naturkatastrophe, Sturmflut oder Pandemie: Das THW ist für alles gewappnet – ein richtiges Allroundtalent in Sachen Katastrophenschutz. Alles, was die Helferinnen und Helfer wissen müssen, lernen sie in der Grundausbildung. Darunter fällt auch der Umgang mit technischem Gerät – Trennschleifer, Kettensäge, Presslufthammer – sowie das richtige Verhalten in gefährlichen Einsatzsituationen.

Die Grundausbildung besteht aus mehreren Modulen. Diese finden für gewöhnlich unter der Woche abends oder am Wochenende statt. Das Ehrenamt soll schließlich mit einem Vollzeit-Job vereinbar sein.

Du willst soziale Verantwortung übernehmen?

Immer mehr junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich, so auch im THW. Seit dem Start der bundesweiten THW-Werbekampagne „Deine Zeit ist jetzt.“ im September 2020 haben sich über 5.000 junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren für ein ehrenamtliches Engagement im THW gemeldet – so viele wie seit Jahren nicht.

Die meisten von ihnen kommen frisch aus der Lehre oder suchen nach einem Ausgleich zum Studium. In den Ortsverbänden – den regionalen Niederlassungen des THW – finden sie Anschluss: Gleichgesinnte, die sich für Technik interessieren und Spaß daran haben, anderen zu helfen.

Im THW tauschen sie das Büro gegen den Stegebau, das Pausenbrot gegen Spanngurte, das Feierabendbier gegen den Trennschleifer. Das Engagement im THW bietet Abwechslung: Einfach mal den Kopf frei machen – und Gutes tun.

Ehrenamt ist Ehrensache

Helferinnen und Helfer des THW lassen Worten Taten folgen.

Für viele ist das Engagement im THW ein Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Sich ehrenamtlich zu engagieren bedeutet, uneigennützig zu handeln.

Doch das heißt nicht, dass die Helferinnen und Helfer nicht auch vom THW profitieren können. Im THW gewinnen sie wertvolles Know-how zum Thema Katastrophenschutz – und das völlig kostenfrei. Außerdem erwerben sie persönliche Soft Skills: Je nach persönlichem Interesse können Weiterbildungen in Sachen Arbeitssicherheit, Didaktik oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit belegt werden.

Deine Zeit ist jetzt.

Du möchtest mitmachen?

Bei unseren rund 80.000 Helferinnen und Helfern bist du in bester Gesellschaft. Mehr Infos rund ums ehrenamtliche Engagement im THW findest du auf:
jetzt.thw.de

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