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Chancen für alle

Einfach da sein, wo man gebraucht wird

Foto: Miriam Doerr Martin Frommherz via Shutterstock

Eine Gemeinschaft funktioniert nur, wenn Menschen sich engagieren. Das erlebt man nicht nur in Kirchengemeinden, das gilt für jede Gemeinschaft.

Michael Babel

Pfarrer

Stell dir vor, du hast einen Unfall auf der Landstraße und musst aus deinem Auto gerettet werden. Die ersten Helferinnen und Helfer sind oft die freiwilligen Feuerwehren und Sanitäter, die ihre Arbeit ehrenamtlich machen.

Nachhilfe für Kinder, die fliehen mussten und jetzt Deutsch lernen, Trainerinnen und Trainer in den Sportvereinen oder Besuchsdienste im Altenheim. All diese Menschenstellen ihre Freizeit der Gemeinschaft zur Verfügung. Ob dieses Amt ihnen Ehre einbringt, ist den helfenden Händen und Herzen oft egal. Sie wollen helfen, zuhören, etwas zurückgeben. Einfach da sein, wo man gebraucht wird. Sichtbar und unsichtbar.

In meiner Gemeinde gibt es viele dieser Ehrenamtlichen. Im Kindergottesdienst, Kirchenchor oder einfach nur Tische für das Gemeindefest aufstellen. Ohne deren Unterstützung geht nichts, da kann ich als Pfarrer noch so gute Ideen haben. Eine Gemeinde, jede Gemeinschaft, geht nicht ohne diese modernen Engel.

Zum Glück gibt es sie noch, die mit Mut und Hoffnung ihr Ehrenamt ausführen. Diejenigen, die sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen.

Leider scheinen sich aber immer weniger für das Ehrenamt zu begeistern. Es fehlen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zur Gemeinderatswahl aufstellen lassen und auch mancher Fußballverein hat nicht mehr für jede Mannschaft einen Jugendtrainer.

Auch wenn es oft viel Zeit, Energie und Aufwand kostet, sich für einen Dienst an der Gemeinschaft aufzuraffen, es kommt viel zurück. Wer sich jetzt denkt „Na los, ich wollte da schon immer helfen“, nur Mut!

Die Welt braucht dich, genau dich.

Du hast Fähigkeiten, mit denen du die Welt besser machen kannst. Wenn jede und jeder nur ein bisschen sich einbringt, ist das schon so viel.

Eine Gemeinde, jede Gemeinschaft, geht nicht ohne diese modernen Engel.

Und wenn du das nächste Mal jemanden bei seiner ehrenamtlichen Arbeit siehst, einfach einmal Danke sagen. Danke für die Zeit, die du schenkst, danke für deinen Idealismus, deine gegebene Liebe und dein Ehrenamt. Du machst das toll.

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Medizinische Nothilfe Weltweit

In Krisengebieten und nach Naturkatastrophen leistet ÄRZTE OHNE GRENZEN medizinische Hilfe. Die Hebamme Luise Jähne ist eine der Mitarbeiter*innen, die sich für das grenzenlose Recht auf Gesundheit engagieren. Sie berichtet von ihrem Einsatz im Südsudan.

Die Hebamme Luise Jähne während ihres Einsatzes im Südsudan
© MSF

„Nach Jahren der Kämpfe gibt es im Südsudan kaum intakte Krankenhäuser“, sagt Luise Jähne. Kürzlich kehrte die Hebamme von ihrem Einsatz mit ÄRZTE OHNE GRENZEN zurück.
Im Südsudan half sie Frauen, ihre Kinder gesund zur Welt zu bringen. „Unsere Patientinnen laufen weite Wege zu uns. „Ich erinnere mich zum Beispiel an Deborah Nyawich. Sie lief drei Stunden zu Fuß, bis sie unser Gesundheitszentrum erreichte. Das ist absolut nicht ideal, wenn du Schmerzen und Wehen hast“, sagt die Hebamme.

„Deborah brauchte umgehend medizinische Versorgung. Als ihr Baby schließlich zur Welt kam, mussten wir es reanimieren. Doch einen Tag später konnten Mutter und Baby gesund unser Behandlungszelt verlassen. Wir waren alle sehr erleichtert. Unsere Arbeit rettet jeden Tag viele Leben– und verändert somit Schicksale ganzer Familien. Es sind Momente wie dieser, weshalb ich diesen Job mache.

Es sollte keine Rolle spielen, ob ein Kind im Südsudan geboren wird oder in Deutschland“, sagt Luise Jähne. Gesundheit darf nicht an Ländergrenzen scheitern – das ist das Selbstverständnis von ÄRZTE OHNE GRENZEN.

Jeder Mensch hat Anspruch auf ein gesundes Leben.

„Unsere Teams arbeiten in mehr als 440 Projekten in rund 70 Ländern weltweit“, sagt Barbara Gerold-Wolke, Leiterin der Spendenabteilung von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Deutschland.
„In Konfliktgebieten wie im Südsudan ist es wichtig, dass wir unabhängig sind. Wir fragen unsere Patient*innen nicht nach ihrer politischen Überzeugung, ethnischer Herkunft oder Religionszugehörigkeit: Jeder Mensch hat Anspruch auf ein gesundes Leben. Nur so können wir außerhalb des Konfliktes stehen und Nothilfe leisten. Deshalb nehmen wir in Deutschland keine staatlichen Gelder an. Wir finanzieren unsere Hilfe durch private Spender*innen. Jede Spende macht uns stark.“

SCHENKEN SIE GESUNDHEIT.

Unterstützen Sie die medizinische Hilfe von ÄRZTE OHNE GRENZEN mit Ihrer Spende: www.aerzte-ohne-grenzen.de & Spenderservice-Telefon: 030 700 130 130

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