Home » Soziale Verantwortung » Blindheit und Sehbehinderungen sind häufig vermeidbar
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Christoffel-Blindenmission weist auf Mangelversorgung hin

Weltweit leben 253 Millionen Menschen mit schweren Sehbehinderungen oder sind blind. Für 75 Prozent von ihnen – das sind 190 Millionen Frauen, Männer und Kinder – Ihre Behinderung wäre vermeidbar oder könnte behandelt werden. Darauf weist die Christoffel-Blindenmission (CBM) am heutigen Welttag der Menschen mit Behinderungen hin. Doch mangelnde Gesundheitsversorgung verhindert oftmals Vorsorge und Behandlung.

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Grauer Star und nicht ausgeglichene Sehfehler gehören zu den häufigsten Ursachen von Blindheit und starken Sehbehinderungen. Bei Grauem Star, auch Katarakt genannt, ist die Linse getrübt. Sie kann mit einer einfachen Operation durch eine künstliche Linse ersetzt werden. Betroffene können so ihr Augenlicht wiedererlangen. Eine Brille oder eine Lupe kann denen helfen, die starke Sehfehler haben. Andere Ursachen wie Diabetische Retinopathie und Grünen Star können Augenärzte nicht heilen, aber – frühzeitig erkannt – gut behandeln und damit den Sehverlust stoppen. Vorsorge und Behandlung schenken also Augenlicht.

In Entwicklungsländern jedoch können sich viele Menschen einen Arztbesuch nicht leisten, weil sie zu arm sind. Außerdem fehlt es gerade in ländlichen Regionen oft an medizinischem Personal. Kurz gesagt: Armut führt zu Blindheit. Die CBM arbeitet daran, diese Wirkungskette zu durchbrechen. Dafür stärkt sie aktiv lokale Strukturen und sorgt für eine bessere Gesundheitsversorgung in den ärmsten Regionen der Welt.

Blind, weil der Arztbesuch zu teuer ist

Drei Viertel aller Erblindungen und Sehbehinderungen weltweit sind vermeidbar oder heilbar

Dr Rainer Brockhaus

Vorstand der Christoffel-Blindenmission (CBM)

Warum sind immer noch so viele Menschen unnötig blind?

Brockhaus: Millionen von Menschen sind blind oder stark sehbehindert, weil sie arm sind und in einem Entwicklungsland leben. Sie können sich einen Besuch beim Arzt schlicht und ergreifend nicht leisten. Hinzu kommt, dass es in vielen Regionen der Welt Augenärzte oft nur in den größeren Städten gibt, wo die Landbevölkerung kaum hinkommen kann.

Die CBM bekämpft schon seit Jahrzenten vermeidbare Blindheit. Was tun Sie konkret?

Brockhaus: Die einfachste und wirkungsvollste Hilfe ist die Finanzierung von Augenbehandlungen. In unseren Partnerkrankenhäusern in Entwicklungsländern erhalten auch arme Patienten die notwendige medizinische Hilfe. Dank der CBM-Spenderinnen und -Spender haben wir beispielsweise schon 15 Millionen Operationen am Grauen Star ermöglicht und Menschen so ihr Augenlicht wiedergeschenkt. Außerdem finanzieren wir sogenannte Außeneinsätze: Hier fahren Ärztinnen und Ärzte aus den Krankenhäusern regelmäßig in abgelegene Regionen, um die Menschen dort zu untersuchen und Augen-probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Nicht zuletzt engagiert sich die CBM bei der Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal in Entwicklungsländern.

Was möchten Sie mit Ihrem Engagement erreichen und was erhoff en Sie sich für die Zukunft?

Brockhaus: Langfristiges Ziel muss eine flächendeckende medizinische Versorgung in jedem Land der Welt sein, die für alle zugänglich ist und die sich jeder leisten kann. Um das zu erreichen, ist auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit gefragt. Sie muss sich noch mehr als bisher für die Stärkung von Gesundheitssystemen in armen Ländern einsetzen. Nur so schaffen wir es, dass kein Mensch mehr durch eine vermeidbare starke Sehbehinderung dauerhaft beeinträchtigt ist oder gar unnötig erblindet.

Zwei Tage, die das Leben verändern

Ein Geschenk: Lydia Maundé aus Malawi bekommt ihr Augenlicht zurück

Lydia Maundé steht vor der großen Tafel an der Wand. Doch obwohl die Zeichen des Sehtests direkt vor ihrem Gesicht sind, kann die Frau aus Malawi sie nicht erkennen. Die 56-Jährige ist fast blind. Sie kann nur noch hell und dunkel unterscheiden. Seit fünf Jahren. Organisiert wurde der Sehtest von einem lokalen Projektpartner der Christoffel-Blindenmission (CBM) und die Mitarbeiter geben der Frau Hoffnung: Sie hat Grauen Star und mit einer Operation kann sie ihr altes Leben wiederbekommen. Lydia Maundé war zu diesem Zeitpunkt bei allem auf Hilfe angewiesen. Sie konnte nicht mehr selbst kochen. Auch an die Landwirtschaft, die ihr zuvor ein kleines Einkommen sicherte, war schon lange nicht mehr zu denken. Doch sie wusste nicht, warum sie nichts mehr sehen konnte. Die nächste Augenklinik ist 70 Kilometer entfernt und der Frau fehlte schlicht das Geld, um dorthin zu kommen oder eine Behandlung zu zahlen.

Kleiner Eingriff, große Wirkung

Mit etwas Hilfe der CBM ist das aber kein Problem: Wenige Tage nach dem Sehtest holt sie ein Wagen des Projektpartners und bringt sie ins Krankenhaus. Die Frau schwankt zwischen Angst und Zuversicht: „Ich glaube, dass eine Operation das Beste für mich ist“, sagt sie noch vor dem Operationssaal sitzend und will doch umdrehen, als die Tür aufgeht und sie an der Reihe ist. Die Ärztin kann die Kleinbäuerin aber überzeugen, dass alles gut wird und tauscht bei dem kurzen Eingriff die eingetrübte Linse des rechten Auges gegen eine künstliche aus. Eine Nacht noch muss sich die Patientin gedulden.

Als der Verband auf dem ersten Auge entfernt wird, ist ein Moment Stille. Dann bricht Lydia Maundé in Lachen aus. Freude und Ungläubigkeit stehen ihr ins Gesicht geschrieben. Sie kann wieder sehen. Jetzt kann sie die Operation am zweiten Auge gar nicht abwarten. Der Eingriff ist bereits am Nachmittag und nach einer weiteren Nacht in der Klinik wird sie wieder nach Hause gebracht. Mühelos steigt sie, zwei Tage nachdem der Geländewagen sie abgeholt hat, aus dem Auto und läuft zu ihrem Haus. „Ich bin so froh, meine Enkel sehen zu können und endlich wieder unabhängig zu sein“, freut sie sich. Kurz darauf hat sie auch schon eine ihrer Ziegen auf dem Arm und ist umringt von ihren Enkeln und dem halben Dorf.

Das beste Weihnachtsgeschenk

Ein selbstständiges Leben führen. Alleine einkaufen gehen. Das Enkelkind wiedersehen. Solche Erfahrungen und Momente erscheinen unbezahlbar. Doch Augenlicht ist bezahlbar: In den von der CBM geförderten Projekten in Entwicklungsländern kostet eine Operation am Grauen Star im Schnitt nur 30 Euro. Wer dieses Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk machen will, schenkt einem armen Menschen das Sehen und spendet eine Augen-OP.

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Mehr Informationen unter www.cbm.de/bestegeschenk

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft 

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