Home » Soziale Verantwortung » 3. DEZEMBER: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
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Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung – seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember – sollen die Menschen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, die mit einer Behinderung leben müssen. Die Aufklärung der Bevölkerung und das Thema „Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft“ sind heute aktueller denn je. Die Gleichberechtigung und die volle Teilhabe am Gesellschaftsleben für benachteiligte Menschen ist ein Ziel, an dem auch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, in ihren Hilfsprojekten arbeitet.

Für ein Leben in Würde

Aus der Lepra-Arbeit kennt die DAHW Menschen mit Behinderung und ihre Herausforderungen nur zu gut. Sogar in Ländern mit hohem Bildungsstand und funktionierenden Sozialsystemen ist es schwierig, den Betroffenen eine normale Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu ermöglichen. So bekommt der Begriff Inklusion eine besondere Bedeutung:

Jeder Mensch wird akzeptiert und ist gleichberechtigt, dabei ist es ganz normal, verschieden zu sein.

Wie Inklusion aussehen kann, zeigt das Beispiel von Khaky Diéye und ihren Kindern (siehe Foto). Alle drei Kinder sind aufgrund körperlicher Einschränkungen auf den Rollstuhl angewiesen. Ibrahim, der mittlere Sohn, hat keine Beine und musste sechs Jahre lang von seiner Mutter in die Schule getragen werden. Mariama Diouf von der DAHW erfuhr durch die lokale Partnerorganisation von der Familie und kümmerte sich um die Schul- und Transportkosten für Ibrahim. Er geht nun seit einigen Jahren auf das Gymnasium und macht bald sein Abitur. Sein Traumberuf: Anwalt, weil er damit Menschen zu ihrem Recht verhelfen kann.  Ibrahims Bruder Anito macht eine Ausbildung zum Schneider und auch die Schwester Ndeye ist kreativ. Sie brachte sich selbst das Sticken bei und verziert nun Decken und weitere Textilien.

Ibrahims Traumberuf: Anwalt, weil er damit Menschen zu ihrem Recht verhelfen kann. Foto: Siegfried Herrmann

Khaky Diéyes Kinder benötigen weiterhin medizinische Versorgung, welche ihnen durch die DAHW garantiert ist. Die beiden älteren Kinder haben bereits Rollstühle erhalten, und auch Ibrahims Wunsch, Anwalt zu werden, steht nun nichts mehr im Wege.

DIE INKLUSIONSARBEIT DER DAHW

Empowerment von Menschen mit Behinderung auf drei Ebenen

Die eigenen Interessen gegenüber anderen Menschen, Gemeinschaften und Gesellschaften eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt vertreten zu können – das ist das Ziel von Empowerment, der Selbstermächtigung von benachteiligten Menschengruppen.

Dennoch bestehen für die 1,5 Milliarden Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen immer noch vielfältige Barrieren. Um sie abzubauen und das nachhaltige Entwicklungsziel der Agenda 2030 der vollen Partizipation aller Menschen zu erreichen, darf Behinderung nicht mehr länger als ein Problem des Individuums verstanden werden, sondern vielmehr als Folge von umweltbedingten und sozialpolitischen Umständen, die Bedürfnisse und Belange von Menschen mit Behinderung nicht gleichberechtigt und inklusiv berücksichtigen. Dieser Perspektivwechsel ist heute die Grundlage aller Programme und Projekte der DAHW und das Empowerment von Menschen mit Behinderung auf drei Ebenen ein zentrales Element.

Über die DAHW

Im Jahr 1957 in Würzburg gegründet, unterstützt die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. heute rund 80 Programme und Projekte in mehr als 20 Ländern, um armutsbedingte und vernachlässigte Krankheiten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu bekämpfen und die Gesundheits- und Lebenssituation der betroffenen Menschen langfristig zu verbessern. Dazu fördert die DAHW die Forschung sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal und Gemeindehelfer*innen, liefert medizinisches Gerät und andere Materialien, ist in der Fallfindung, Diagnose und Behandlung von Betroffenen aktiv sowie in der Aufklärung, Stigma-Bekämpfung und dem Empowerment von Menschen mit Behinderung.

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