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NACHHALTIG BAUEN UND WOHNEN

Mit „hedonistischer Nachhaltigkeit“ die Lebensqualität verbessern.

Bjarke Ingels ( Foto: Karl Nordlund)

Der dänische Architekt Bjarke Ingels gehört derzeit zu den weltweit gefragtesten Planern. Er zeigt der Welt, wie saubere Technologie nahezu grenzenlose Möglichkeiten bietet und beweist, dass soziale Verantwortung und architektonische Verspieltheit sich nicht gegenseitig ausschließen. Dafür erhielt er jüngst den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. An Ingels´ Werk wird sein großes Interesse an der vollständigen Einbeziehung der Gesellschaft und der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Zeit deutlich: Seine Gebäude sind nicht nur architektonisch spektakulär und schaffen neue Möglichkeiten für Interaktion, sondern setzen auch neue Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit.

Das Müllheizkraftwerk „Copenhill“, ist das beste Beispiel für seine Vision, Grenzen zu verschieben und Außergewöhnliches zu schaffen, um die Welt zu verbessern. Es versorgt nicht nur Großteile Kopenhagens mit Energie und produziert mehr sauberes Wasser als es verbraucht, sondern dient – durch die Gestaltung des Dachs – als Skipiste und Naherholungsgebiet. Somit ist das Projekt sowohl aus ökologischer und wirtschaftlicher als auch aus gesellschaftlicher Perspektive nachhaltig und wird schon jetzt als neues Wahrzeichen von Kopenhagen gehandelt. Das BIG U-Projekt, ein Schutz der Spitze Manhattans vor Sturmfluten und Überschwemmungen, ist ein weiteres Beispiel seines innovativen Schaffens, das das urbane Erscheinungsbild verändert und die Lebensqualität verbessert, ohne an Funktionalität einzubüßen. Jüngstes Projekt eines interdisziplinären Teams um Ingels ist der ambitionierte Entwurf einer schwimmenden, sich selbst versorgenden Stadt, Oceanix City, die Tsunamis, Hurricanes und Überschwemmungen standhalten soll und Anfang April 2019 der UN vorgestellt wurde.

Bjarke Ingels ( Foto: Karl Nordlund)

Ingels prägt den Begriff der „hedonistischen Nachhaltigkeit“ und beweist mit seinen Projekten, dass nachhaltige Architektur nicht als moralische Aufopferung, Verlust von Lebensqualität oder politisches Dilemma gesehen werden muss, sondern primär als Gestaltungsherausforderung und Motivation dienen kann, die Lebensqualität von Menschen und Gemeinschaft zu verbessern. 

INFORMATION

Weitere Informationen zum 12. Deutschen Nachhaltigkeitspreis finden Sie hier !

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