Home » NACHHALTIG BAUEN UND WOHNEN » Klimaschutzziele erreichen – Nachhaltigkeit fördern
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Die Bundesregierung will mit ihrem Klimaschutzplan die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren und bis 2050 sogar klimaneutral werden. Vor allem im Gebäudealtbestand ist der Handlungsbedarf groß. Um diese Ziele zu erreichen, werden derzeit sowohl in Politik als auch in Gesellschaft unterschiedliche Herangehensweisen und Lösungsvorschläge diskutiert, zumal die CO2-Emissionen in Deutschland seit Jahren stagnieren.

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Thomas Hülsmann

Geschäftsführer AGPU e.V.

Neben dem Einsatz moderner Techniken, zum Beispiel für Heizung und Warmwasserbereitung, sind beispielsweise innovative und langlebige Bauprodukte gefragt, die während ihres gesamten Lebenszyklus entschieden zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz beitragen. „Umweltpolitik bedeutet für mich Modernisierungspolitik“, betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) immer wieder gerne. Durch sie werde unser Land fit für die Zukunft. Effizienztechnologien und eine starke Recyclingwirtschaft stünden dabei an vorderster Stelle. Dazu gehörten auch die Entwicklung neuer Produkte sowie die Optimierung bewährter Anwendungen im Hinblick auf einen nachhaltigen Lebenszyklus.

Anreizprogramme und steuerliche Förderung

Seit April 2019 tagt das sogenannte Klimakabinett unter dem Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Konkrete Maßnahmen wurden bislang noch nicht vereinbart, allerdings hat die Bundesregierung angekündigt, bei ihrer September-Sitzung über die Eckpunkte für ein umfangreiches Maßnahmenpaket entscheiden zu wollen. Wie vorab bekannt wurde, stehen Themen wie die stärkere steuerliche Förderung von energetischen Sanierungen von Bestandsgebäuden und Anreizprogramme für klimafreundliche Investitionen in den eigenen vier Wänden ganz oben auf der Agenda. Einige dieser geplanten Maßnahmen sind nicht neu und werden von zahlreichen Branchenverbänden und Experten schon länger gefordert.

Nachhaltige Bauprodukte

Ein Beispiel: Deutschland gibt im Rahmen der öffentlichen Beschaffung für Produkte und Dienstleistungen etwa 13 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts aus. Auch im Baubereich werden beträchtliche Mittel eingesetzt. Investieren Entscheider hier in umweltfreundliche Produkte, kann das die nachhaltige Entwicklung erheblich beschleunigen. Wichtig dabei ist, deren gesamten Lebenszyklus in die Bewertung einzubeziehen. 

PVC-Anwendungen aus dem Baubereich überzeugen hier durch ihre gute Bilanz. Mit über 70 Prozent kommt der Großteil von PVC in hochwertigen Produkten für den Baubereich zum Einsatz. Zu ihnen gehören beispielsweise Energiesparfenster, die einen hohen Wärmeschutz und ein angenehmes Raumklima gewährleisten, äußerst pflegeleicht sind und keinen Anstrich benötigen. Das spart während ihrer jahrzehntelangen Nutzungsdauer in öffentlichen Bauten wie Verwaltungseinrichtungen, Schulen oder Krankenhäusern bares Geld und macht sie besonders wirtschaftlich. Moderne Kunststofffenster stehen heute in zahlreichen Dekoren und Farben zur Verfügung, die Planern und Bauherren freie Hand bei der Gestaltung lassen. Am Ende ihrer Nutzungsdauer werden sie recycelt und zu neuen Kunststofffenstern verarbeitet.

Böden in öffentlichen Gebäuden wie Sporthallen und Kindergärten sind täglich starken Belastungen ausgesetzt.

Böden in öffentlichen Gebäuden wie Sporthallen und Kindergärten sind täglich starken Belastungen ausgesetzt. Hier bieten sich zur Verlegung Vinylbeläge an, da sie sehr robust und widerstandsfähig sind. Auch in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern gehören die Bodenbeläge oft zur ersten Wahl. Hier punkten sie insbesondere durch die leichte Pflege sowie antibakterieller Oberflächen oder antistatischer Einstellung. Aufgrund der guten technischen Eigenschaften und der vielfältigen Designvarianten sind Vinylböden seit einigen Jahren voll im Trend und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. 

Auch andere bewährte Bauprodukte aus PVC überzeugen durch ihre lange Nutzung und sind am Ende ihres Einsatzes recycelbar. Dazu gehören Rohre mit glatten Innenflächen und einer nahezu wartungsfreien Lebensdauer von bis zu 100 Jahren, Kabelummantelungen oder Dichtungsbahnen fürs Dach. Beschichtete Textilgewebe, die beispielsweise als vorgespannte Fassade oder als Sonnenschutz in öffentlichen oder privaten Gebäuden eingesetzt werden, reduzieren den Energieverbrauch für Heizung und Klimaanlage. Dabei sind sie kostengünstig montiert und lassen sich ebenfalls wiederverwerten.

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