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UNTERNEHMEN FÜR MENSCH UND UMWELT

Stelldichein der Bio-Branche

Foto: adike via Shutterstock

Wer Gleichgesinnte treffen, sich über innovative Bio-Produkte informieren oder Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit hören möchte – der wirft einen Blick auf die unterschiedlichen Messen der Republik.

Green World Tour

Ganz egal, ob man auf der Suche nach einem Job mit Sinn ist, Informationen über erneuerbare Energien sucht, vegane Produkte entdecken oder sich ein E-Auto zulegen möchte – auf der Messe Green World Tour wird man fündig. Besucher erwarten zwei Messetage lang innovative Aussteller mit mehr als 1.000 Angeboten sowie rund 50 Vorträgen. Denn die Tour bringt die ganze Vielfalt der Nachhaltigkeit nach Deutschland und Österreich. Es gibt zahlreiche Stände aus den unterschiedlichen Themenfeldern wie Ernährung und Gesundheit, Mode & Design, Freizeit & Wohnen, Geld & Versichern, Gewerbe & CSR, Studium & Karriere, Bauen & Sanieren, Strom & Wärme, Mobilität & Logistik sowie Innovationen & Wissenschaft. Die Messe findet in 2020 in den Städten Stuttgart, Köln, Heidelberg, Wien, München, Berlin, Hamburg und Münster statt. Lesen Sie mehr auf autarkia.info

Grüne Woche Berlin

Die Internationale Grüne Woche Berlin ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Auf ihr präsentieren rund 1.700 Aussteller wieder internationale und regionale Spezialitäten. Sie bietet kulinarische Genüsse von Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch bis hin zu Wein und Bier. Der Bereich Landwirtschaft greift Trends wie Bio-Lebensmittel und Bio-Energie sowie den nachhaltigen Anbau von Rohstoffen auf. Im Rahmenprogramm finden darüber hinaus zahlreiche Seminare und Kongresse statt. Die Grüne Woche Berlin, die vom 18. bis 27. Januar 2020 stattfindet, ist bereits seit 94 Jahren ein Messeklassiker. Lesen Sie mehr auf gruenewoche.de

Biofach

Die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel ist in Kombination mit der VIVANESS, Internationale Fachmesse für Naturkosmetik, wichtiger Geschäftstermin und emotionaler Branchenevent in einem und dient sowohl als Treffpunkt als auch zur Positionierung. Alle ausgestellten Bio-Lebensmittel dort sind zertifiziert, nach der EU-Öko-Verordnung beziehungsweise den Akkreditierungsrichtlinien der IFOAM. Nirgendwo sonst treffen Kunden, Lieferanten und alle Partner sowie potentielle Neukunden in ihrer Gesamtheit und auf persönlicher Ebene in vergleichbarer Weise aufeinander. Der Biofach Kongress informiert umfassend über die weltweite Bio-Branche. Die Messe versammelt jährlich Vertreter aus Politik, Verbänden, NGOs, VIPs und andere Meinungsbildner. Sie findet vom 12. bis 15. Februar 2020 in Nürnberg statt. Lesen Sie mehr auf biofach.de

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UNTERNEHMEN FÜR MENSCH UND UMWELT

Ich kämpfe für nachhaltige Lieferketten

Entwicklungsminister setzt sich für verantwortungsvollen Lebensstil ein.

Nachhaltig leben in einer globalisierten Welt, ohne Natur und Mensch auszubeuten: Das ist die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Denn unser Wohlstand wird viel zu oft mit der Not anderer erkauft. 

Dr. Gerd Müller

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Das fängt morgens beim Duschen an: Fast jedes Shampoo enthält Palmöl. Für die riesigen Plantagen werden Regenwälder in Indonesien und Malaysia abgeholzt. Weltweit alle vier Sekunden die Größe eines Fußballfelds. Elf Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Waldzerstörung zurück!

Das geht beim Anziehen weiter: 90 Prozent unserer Kleidung stammt aus Südostasien. Häufig bedeutet das 16-Stunden-Schichten in stickigen Fabriken, Kündigung bei Schwangerschaft oder Krankheit und Hungerlöhne.

Unser Wohlstand wird viel zu oft mit der Not anderer erkauft.

Oder beim Frühstück: Auf vielen Kaffee-Plantagen müssen Kinder schuften. Ein Kilo Kaffee kostet in Deutschland zehn bis zwölf Euro. Nur 50 Cent kommen davon bei den Bauern an. Davon können die Familien nicht leben! Deshalb müssen die Kinder mitarbeiten, allein in Westafrika 2,3 Millionen.

Die Aufzählung ließe sich beliebig fortführen: In unseren Handys, E-Bikes und Autos steckt Kobalt. 60 Prozent stammen aus dem Kongo, wo in illegalen Minen Zwangsarbeit und Umweltzerstörungen an der Tagesordnung sind. Zurecht würden wir solche Bedingungen in Europa niemals akzeptieren. Warum anderswo?

Deswegen kämpfe ich für nachhaltige Lieferketten. Wir haben in Europa mit die höchsten Standards und profitieren davon, dass Generationen vor uns für Arbeitsrechte und Umweltschutz gestritten haben. Nun sind wir gefordert, soziale und ökologische Mindeststandards weltweit durchzusetzen, besonders das Verbot von Kinderarbeit. Nachhaltig zu konsumieren, ist dabei ein wichtiger erster Schritt. Beim Kleiderkauf können Sie zum Beispiel auf den Grünen Knopf achten – das staatliche Siegel für sozial und ökologisch hergestellte Textilien.

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