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Verpackungen sind Ressourcen – zu einer Kreislaufwirtschaft kann jeder beitragen

Foto: Iryna Mylinska via Shutterstock

Verpackungen sind seit Jahren ein großes Thema in der Umweltpolitik. Ob in Deutschland, Europa oder dem Rest der Welt, sie sind das Symbol einer Wegwerfgesellschaft. Das Verpackungsgesetz von 2017 enthält daher erstmals eine Vorschrift, nach der ökologisch gestaltete Verpackungen finanziell bessergestellt werden sollen.

Gunda Rachut

Vorstand Zentrale Stelle Verpackungsregister

Zunächst wird geprüft, ob eine Verpackung recyclinggerecht gestaltet ist oder Rezyklat enthält. Der Produzent der verpackten Ware muss für das Recycling bei einem dualen System bezahlen. Sofern die Verpackung ökologischer gestaltet ist, kann er bei diesen Entgelten sparen.

Im ersten Schritt muss gemessen werden, wie viel der Verpackung in der Praxis rezykliert wird. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) gibt jährlich zum 1. September den Mindeststandard zur Bemessung des recyclinggerechten Designs von Verpackungen heraus. Ein zentrales Kriterium ist, ob die Verpackung in den Sortieranlagen für ein hochwertiges Recycling aussortiert wird. Andere Kriterien betreffen Recyclingunverträglichkeiten.

Das erste Mal wurde der Mindeststandard 2018 als Orientierungshilfe von der ZSVR veröffentlicht. Seitdem ist viel passiert. Der Standard wurde von vielen Verpackungsherstellern genutzt, um Verpackungen nachhaltig zu verbessern. Für Verpackungen, die noch im Jahr 2018 als hoffnungslos recyclingunverträglich galten, gibt es mittlerweile rezyklierbare und leichte Alternativen. Sowohl die Vermeidung als auch die Verwertung haben für viele Verpackungen große Schritte nach vorn gemacht. Die aktuelle Plastikdiskussion sorgt leider für einen gegenläufigen Trend: Schwerere Verbundverpackungen erleben ein Comeback am Markt. Sie werden in der Regel nur anteilig verwertet, sodass sie oft schlechter zu bewerten sind.

Die Verpackung bleibt eines der großen Themen der Umweltgesetzgebung.

Derzeit läuft beim Umweltbundesamt bis Ende 2021 ein Forschungsvorhaben zur ökologischen Wirkung des Verpackungsgesetzes. Es wird geprüft, welche ökologischen Effekte dieser Vorschrift realisiert wurden. Was funktioniert gut? Was kann verbessert werden? Am Schluss stehen Empfehlungen an den Gesetzgeber. Auch auf europäischer Ebene wird die Verpackungsrichtlinie überarbeitet. In großen Workshops der Generaldirektion Umwelt werden derzeit die verschiedenen Umweltaspekte der Verpackung diskutiert. Es ist klar: Die Verpackung bleibt eines der großen Themen der Umweltgesetzgebung.

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Weitere Informationen finden Sie unter verpackungsregister.org.

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Wienerberger setzt Nachhaltigkeitsprogramm fort


Der führende Anbieter von smarten Lösungen für die gesamte Gebäudehülle und Infrastruktur baut mit seinem „Nachhaltigkeitsprogramm 2023“ auf erzielte Erfolge auf und verstärkt den „grünen“ Trend der Unternehmensgruppe weltweit.

Environmental, Social and Governance: Hinter diesen drei Schlagworten verbirgt sich der Bogen, den ein modernes Nachhaltigkeitsmanagement über die unterschiedlichen Bereiche eines Unternehmens spannen muss, um klimafreundliche Effekte erzielen zu können. Der österreichische Baukonzern Wienerberger hat hier bereits mit seinem Nachhaltigkeitsprogramm 2020 sehr gute Erfahrungen gemacht. Nun legt der Branchenriese mit dem Nachhaltigkeitsprogramm 2023 den nächsten Schritt vor – mit umso ambitionierteren Zielen. „Das Nachhaltigkeitsprogramm 2023 ist die wesentliche Grundlage unserer ESG-Strategie. Wir reagieren damit, gestärkt durch die Erfahrungen aus dem Programm 2020, auf veränderte ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen“, erläutert Wienerberger-CEO Heimo Scheuch.

So sollen die CO2-Emissionen der Gruppe bis 2023 um weitere 15 Prozent gesenkt werden, zudem sollen alle neuen Produkte zu 100 Prozent wiederverwend- und recycelbar sein. Zusätzlich lanciert das Unternehmen ein Biodiversitätsprogramm für alle seine Standorte. Diese Anstrengungen unternimmt Wienerberger, um den wertschaffenden Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortsetzen.

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Es handelt sich auch um einen wichtigen Baustein, um das gruppenweite Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Dazu braucht es eine Dekarbonisierung der Produktionsprozesse, ein innovatives Produktportfolio und neue Technologien. Hier kommt die Trilogie „Environmental, Social and Governance“ (ESG) wieder zum Tragen: Die ESG-Kriterien werden gruppenweit entlang der Wertschöpfungskette angewandt und streng geprüft.Erreicht werden können die Ziele nur, wenn in den unterschiedlichen Bereichen jeweils Fortschritte erzielt werden. Daher investiert Wienerberger 60 Mio. Euro jährlich in Forschung und Entwicklung, innovative Prozesse und neue Produkte, um die nötigen Entwicklungen in Richtung Klimaneutralität dauerhaft und nachhaltig zu fördern. „Mit innovativen Produkten und Systemen sowie einem gruppenweiten Commitment wollen wir zukunftsweisende Lösungen zur Dekarbonisierung erarbeiten und die Kreislaufwirtschaft und Biodiversität fördern“, zeigt sich Scheuch entschlossen. In der Beschaffung wird der Anteil an Sekundärrohstoffen weiter ausgebaut, Transporte werden mit dem gruppenweiten Supply Management optimiert. Aufgelassene Abbaustätten werden rekultiviert und renaturiert oder für die Nachnutzung bereitgestellt.

Neben den klima- und umweltrelevanten Maßnahmen legt die Gruppe auch Wert auf die Handlungsfelder Mitarbeiter(innen) sowie Unternehmensethik und soziale Auswirkungen. Wienerberger will daher auch bis 2023 den Frauenanteil im Senior Management-Bereich auf 15 Prozent steigern. Zudem wird das Lieferant(inn)enmanagement im Hinblick auf Digitalisierung und ESG-Kriterien kontinuierlich weiterentwickelt, wozu auch die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitsschutz, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung gehören. Überprüft wird das im Rahmen des gruppenweiten Supplier Code of Conducts mit eigenen Lieferant(inn)enaudits sowie monatlichen Lieferant(inn)enscans. „Die Klimakrise ist ein Faktum und nur mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen können wir eine lebenswerte Zukunft gestalten“, erläutert Heimo Scheuch den Weg der Wienerberger-Gruppe.

Wienerberger Gruppe

Die Wienerberger Gruppe ist ein international führender Anbieter von smarten Lösungen für die gesamte Gebäudehülle und Infrastruktur. Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent (Porotherm, Terca) weltweit und Marktführer bei Tondachziegeln (Koramic, Tondach) in Europa sowie bei Betonflächenbefestigungen (Semmelrock) in Osteuropa. Bei Rohrsystemen (Steinzeugrohre der Marke Steinzeug-Keramo und Kunststoffrohre der Marke Pipelife) zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern in Europa. Mit gruppenweit 197 Produktionsstandorten erwirtschaftete Wienerberger im Jahr 2020 einen Umsatz von 3,4 Mrd. € und ein bereinigtes EBITDA von 566 Mio. €.  

Rückfragehinweis

Claudia Hajdinyak, Head of Corporate Communications Wienerberger AG +43 664 828 31 83 | [email protected] 

Christine Vieira Paschoalique, Head of Corporate Sustainability Wienerberger AG +43 1 601 92 – 10180 | [email protected]

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