Katzen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Die Nachfrage nach Hunde- und Katzenwelpen ist groß. Das treibt auch den illegalen Handel mit Welpen aus dem Ausland an. Die meisten der illegal gehandelten Hunde stammen aus Welpenfabriken in Osteuropa. Dort vegetieren ihre Mütter und Väter in kleinen, dreckigen Verschlägen vor sich hin. Sie stehen und liegen oftmals in ihrem eigenen Kot und Urin. Die Tiere müssen häufig ohne Tageslicht und menschliche Zuwendung leben. In besonders schlimmen Fällen werden die Tiere auch mit Gewalt, wie Tritten und Schlägen zum Deckakt gezwungen. Schon nach wenigen Wochen entreißen die illegalen Tierhändler*innen die Welpen ihren Müttern. In dieser kurzen Zeit erfahren die Welpen meist keinerlei menschliche Fürsorge noch dringend notwendige tiermedizinische Versorgung.
Die frühe Trennung von ihrer Mutter und den Geschwistern, der quälend lange Transport und der wiederholte Wechsel ihrer Umgebung und ihrer Bezugspersonen finden nämlich während wichtiger Entwicklungsphasen der Welpen statt. Das hinterlässt Spuren. Mögliche Folgen können Verhaltensprobleme oder –störungen sein, die sich auch im Erwachsenenalter zeigen. Wenn sie es überhaupt erreichen.
2024 wurden in den von uns protokollierten Fällen von illegalem Welpenhandel in über 80 Prozent der Fälle kranke Tiere transportiert. Die Tiere werden über weite Strecken in engen Transportkisten verschleppt – hungrig, dehydriert, verängstigt, ungeimpft. Viele krank und traumatisiert.

Nicht alle Tiere überleben diese Strapazen
Rein rechnerisch wurde in den vergangenen zehn Jahren etwa jeden dritten Tag ein Fall von illegalem Tierhandel in Deutschland aufgedeckt. Tierheime nehmen in solchen Fällen immer wieder ganze Wagenladungen beschlagnahmter und teils kranker Tiere auf. Schnell gelangen sie an ihre personellen, psychischen, räumlichen und auch finanziellen Grenzen. Nicht immer können sie alle Tiere retten. Doch der Handel geht unvermittelt weiter – solange sich weiter Menschen für den vermeintlich einfachen Tierkauf im Internet entscheiden. Und solange der Gesetzgeber nichts unternimmt, um den illegalen Welpenhandel zu stoppen, geht dieses Leid weiter.
Deshalb kämpfen wir gemeinsam: mit direkter Hilfe für Tierheime, mit politischem Einsatz und mit Aufklärung. Bitte unterstützen Sie uns dabei. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns Hunde- und Katzenwelpen zu retten, die aus dem illegalen Welpenhandel kommen und im Tierheim versorgt werden müssen. Mit 20 Euro ernähren Sie einen Hunde- oder Katzenwelpen etwa eine Woche lang mit dringend benötigtem Spezialfutter. 50 Euro kostet ein Wärmekissen für Welpen und mit 70 Euro finanzieren Sie die tierärztliche Untersuchung, erste Impfung und Entwurmung eines beschlagnahmten Hundewelpen.
