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Home » SAVE THE PLANET » „Mit jedem Essen entscheiden wir über die Zukunft unseres Planeten“
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Ein Gespräch mit Judith Faller-Moog, Gründerin und Inhaberin der Öl-Marke BIO PLANÈTE, über die Grenzen unseres Planeten und wie wir unsere Welt mit einem einfachen Speiseplan besser machen können.


Judith Faller-Moog

Gründerin und Inhaberin der Öl-Marke BIO PLANÈTE

Essen ist für uns Menschen bekanntermaßen lebenswichtig. Warum sind Sie überzeugt, dass es genauso entscheidend für die Gesundheit unseres Planeten ist?

Wir alle essen jeden Tag, um zu leben, also unsere Energiezufuhr zu decken und um gesund zu bleiben. Mit etwas Glück schmeckt es auch. Doch alles, was wir 8 Milliarden Menschen essen, muss angebaut, verarbeitet, transportiert, gehandelt und zubereitet werden. Und nebenher entsteht natürlich auch Abfall. Dieses riesige, weltweite Ernährungssystem verursacht heute rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig beeinflusst es den Wasserverbrauch, die Artenvielfalt, Böden und Wälder. Essen ist also ein riesiger Hebel: für uns und für das Gleichgewicht unserer Umwelt.

Warum und wie sehr ist unsere Erde bereits aus dem Gleichgewicht geraten?

Um das zu erkennen, wurde das wissenschaftliche Konzept der »planetaren Grenzen« (planetary boundaries) entwickelt. Es besagt, dass es 9 große Erdsysteme gibt, die sich innerhalb ihrer maximalen Belastungsgrenzen befinden müssen, damit unsere Lebensgrundlage auf der Erde erhalten bleibt. Fünf davon werden von unserem Ernährungssystem beeinflusst: zum Beispiel Landnutzung, Treibhausgasemissionen und Biodiversität. Wir mussten erkennen, die Grenzen dieser fünf Erdsysteme wurden bereits überschritten, was nun auch mit dazu führt, dass es heißer wird, die Meeresspiegel steigen, Tierarten aussterben…

Können wir überhaupt noch etwas zum Positiven verändern?

Absolut. Und genau darin liegt für mich die wichtigste Botschaft: Forschende haben mit der sogenannten »Planetary Health Diet« gezeigt, wie sich die Menschheit weltweit gut und gesund ernähren kann, ohne die planetaren Grenzen zu sprengen. Ich sehe darin eine Art Ernährungskompass. Der ist gar nicht kompliziert und ermöglicht es jedem von uns, unsere Zukunft mit Genuss positiv mitzugestalten.

Auf welche Lebensmittel würde dieser Kompass im Supermarkt zeigen?

Drei Dinge. Erstens: Bio-Produkte – am besten regional und saisonal. Sie greifen deutlich weniger in die Stickstoff- und Phosphorkreisläufe ein, schützen unser Grundwasser, und Bio-Flächen erhalten nachweislich mehr Biodiversität. Zweitens: Mehr pflanzliche als tierische Proteine, weil vor allem Massentierhaltung immer auch mit höheren Treibhausgasemissionen und Landverbrauch einhergeht. Und drittens: Frische und natürliche Lebensmittel. Viele hoch verarbeitete Nahrungsmittel enthalten deutlich mehr Zucker, versteckte Fette und unnötige Zusatzstoffe. Oder es können wie beim industriellen Raffinieren von Speiseölen wertvolle Fettbegleitstoffe wie Vitamin E verloren gehen. Es ist also eine Win-Win-Situation: Wenn wir uns mehr in die Richtung der »Planetary Health Diet« bewegen, entlasten wir nicht nur die Umwelt, sondern ernähren uns auch gesünder.

Sie selbst leiten die Bio-Ölmühle hinter der Marke BIO PLANÈTE. Warum engagieren Sie sich persönlich so stark für die planetare Gesundheit?

Weil mich das Thema schon mein ganzes Leben begleitet. Meine Familie kaufte in den 1980er Jahren in Südfrankreich einen alten Bio-Bauernhof mit dem Namen »Domaine de la planète« – auf Deutsch in etwa »Landgut des Planeten«. Als wir damals unsere ersten Bio-Öle auf den Markt brachten, wollten wir zeigen: Lebensmittel können nicht nur satt machen, sondern auch positiv auf Umwelt und Gesundheit wirken. Deshalb heißt unser Leitmotiv bei BIO PLANÈTE #essenverändertdiewelt. Weil wir alle mit jedem Essen, mit jedem Einkauf den Zustand unseres Planeten und damit unsere Zukunft positiv mitgestalten können.

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