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Home » SAVE THE PLANET » NEUE PERSPEKTIVEN FÜR DAS SPITZMAULNASHORN: Wie der Schutz im Hwange-Nationalpark gestärkt werden soll
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Einst durchstreiften bis zu 80 Spitzmaulnashörner die Region rund um den Hwange-Nationalpark. Heute leben dort nur noch etwa zehn Tiere. Ziel ist es, die kleine Population langfristig zu sichern und wieder wachsen zu lassen. Ihr Schicksal steht beispielhaft für den Zustand vieler bedrohter Wildtierpopulationen weltweit. Denn wo große Lebensräume verloren gehen, geraten ganze Ökosysteme unter Druck.

Dr. William-Georges Crosmary

Projektmanager Östliches und Südliches Afrika
beim WWF Deutschland

Nashörner spielen eine Schlüsselrolle für die Bewahrung der biologischen Vielfalt. Gemeinsam mit anderen großen Pflanzenfressern gestalten sie die Landschaft und erhalten das abwechslungsreiche Mosaik aus Wald und Grasland. Davon profitieren zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten. Der Hwange-Nationalpark liegt unweit der Victoriafälle in Simbabwe und ist Teil von KAZA, dem größten terrestrischen Schutzgebietsverbund der Welt. Über fünf Länder hinweg umfasst KAZA 36 Schutzgebiete, darunter 21 Nationalparks. Wildtierkorridore verbinden diese Landschaften miteinander und erhalten wichtige Wanderrouten sowie den genetischen Austausch zwischen Tierpopulationen.

Der Hwange-Nationalpark ist Teil der grenzüberschreitenden Naturschutzregion KAZA im südlichen Afrika.

Nicht nur für die letzten Spitzmaulnashörner im Hwange-Nationalpark, sondern auch für Geparden, Löwen, Afrikanische Wildhunde und Elefanten gehören die Schutzgebiete in KAZA zu den wichtigsten Rückzugsräumen im südlichen Afrika. Doch Wilderei, Dürren und der wachsende Druck auf die Landschaft durch Landwirtschaft, Infrastruktur und Bergbau gefährden weiterhin viele Populationen. Daher engagiert sich der WWF seit mehr als einem Jahrzehnt in KAZA.

Im Rahmen einer WWF-Projektreise besuchten „Global Protector“ 2024 den Hwange-Nationalpark in Simbabwe und erhielten vom Parkmanagement exklusive Einblicke in die Schutzarbeit vor Ort. © Claudia Bierhoff / WWF

Wie wirksam dieser Einsatz sein kann, zeigt ein Beispiel aus dem angrenzenden Namibia: In der Mudumu-Region lebte 2012 nur noch ein einzelner Löwe. Dank gezielter Schutzmaßnahmen streifen heute wieder rund 80 Tiere durch die Landschaft. Seit Juni 2025 verantwortet die Naturschutzorganisation gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority zentrale Gebiete im Norden des Hwange-Nationalparks.

Die auf 25 Jahre angelegte Partnerschaft schafft die Grundlage dafür, Schutzmaßnahmen, Infrastruktur und Management dauerhaft gemeinsam zu entwickeln. Damit verbessern sich die Chancen, die letzten Spitzmaulnashörner der Region zu schützen und die Population wieder aufzubauen. Gemeinsam mit Rangerinnen und Rangern sowie lokalen Partnern werden die letzten Tiere systematisch erfasst und besser vor Wilderei geschützt.

Dafür werden Rangerstützpunkte, solarbetriebene Funkmasten und Wasserinfrastruktur ausgebaut, um Patrouillen besser zu koordinieren und schneller auf Bedrohungen reagieren zu können. Perspektivisch soll die Population auch durch die Umsiedlung weiterer Nashörner aus anderen Gebieten gestärkt werden. Solche langfristigen Naturschutzpartnerschaften sind nur möglich, weil Menschen den WWF als „Global Protector“ unterstützen. Mit ihrem Engagement helfen sie, weltweit bedeutende Schlüsselregionen der Artenvielfalt dauerhaft zu schützen.

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