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Am 4. Juni 2016 ab 10 Uhr bietet die HNEE einen Tag der offenen Tür.

Nachhaltigkeit als Thema ist vielfältig und umfangreich. Die Spannweite des Begriffs reicht von ökologischen über ökonomische bis hin zu sozialen Fragestellungen. Neue Bewertungs- und Betrachtungsweisen wie zum Beispiel die Gemeinwohlbilanzierung eines Unternehmens stellen jedoch selbst erfahrene und an Nachhaltigkeit interessierte Mitarbeitende vor Herausforderungen.

Es lohnt sich also, Nachhaltigkeit im Unternehmen ernsthaft und umfassend zu denken und mit Leben zu füllen.

Die Antwort auf die Frage nach dem im eigenen Unternehmen benötigten Wissen zu Nachhaltigkeit ist nicht einfach mit einem Schlagwort oder einer eintägigen Weiterbildung zu beantworten.

Genauso wenig funktioniert das partielle Umgestalten eines Betriebes in Richtung Nachhaltigkeit mit Bordmitteln. „Greenwashing“ und oberflächliches oder inkonsequentes Handeln wird von Kunden und Wettbewerb leicht erkannt – und bestraft. Ein Imageschaden des Unternehmens bei diesem Thema ist langfristig wirksam und nur mit hohem Aufwand oder gar nicht korrigierbar.

Es lohnt sich also, Nachhaltigkeit im Unternehmen ernsthaft und umfassend zu denken und mit Leben zu füllen. Das Thema berührt grundsätzliche Werte und Haltungen zu Umwelt, Gesundheit und betrifft auch den Umgang mit den eigenen Mitarbeitern.

Die Ausrichtung und Umgestaltung eines Unternehmens auf Nachhaltigkeit ist eine Führungsaufgabe, die das Gesamtunternehmen, den Markt als nähere und das gesamte Umfeld als weitere Umwelt im Blick hat. Aber wie kommt man an das Wissen oder die Mitarbeiter, die ein solches Change-Management beherrschen?

„Grüne“ Themen sind mittlerweile in viele Ausbildungsgänge integriert und es gibt einen florierenden Weiterbildungsmarkt. Ein besonderes Beispiel ist die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die Nachhaltigkeit quasi im täglichen Selbstversuch und im Austausch mit Unternehmen und Organisationen erforscht und entwickelt. 

In der 30 Bahnminuten von Berlin entfernt liegenden Stadt Eberswalde werden 2200 Studierende im Vollzeitstudium oder in teilweise berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengängen in Nachhaltiger Wirtschaft, Regionalmanagement, Nachhaltigem Tourismus, Naturschutz, Forstwirtschaft, Ökolandbau, Holzingenieurwesen und Anpassung an den Klimawandel ausgebildet. Seit 2014 ist die Hochschule als eine der ersten überhaupt klimaneutral, sie ist im europäischen EMAS-Verfahren zertifiziert und gilt als grünste Hochschule Deutschlands.

Die HNEE hat sich für einen engen Austausch mit Wirtschaft und Politik entschieden. Mit einem Transferzentrum bietet sie Unternehmen und Organisationen Ansprechpartner für eine nachhaltige Entwicklung und berät auch zu möglichen Kooperationen. Für Prof. Dr. Alexander Pfriem, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer an der HNEE ist die Verbindung von Theorie und Praxis keine Einbahnstraße und auch kein schlichtes Tauschgeschäft. Er sieht darin „die gelingende Interaktion von Gesellschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und auch Non-Profit-Organisationen bei der Transformation zu einem nachhaltigen Leben“.

Durch eine enge Verzahnung von Praxis und Theorie mit Praktika, Exkursionen in Betriebe und Lehrveranstaltungen, die von Unternehmern begleitet werden, ist den Studierenden die betriebliche Realität früh vertraut. Die so ausgebildeten Absolventen können diesen ganzheitlichen Blick für Veränderungsprozesse zu nachhaltigeren Unternehmen in die betriebliche Praxis transferieren.