Eine Antwort, die dies mit konkreten Zahlen belegt, ist der ökologische Fußabdruck. Findige Wissenschaftler dachten ihn sich in den 90er-Jahren aus, als sie nachforschten, ob die Erde der Menschheit überhaupt noch ausreicht, um ihre ständig wachsenden Bedürfnisse zu befriedigen. Inzwischen gibt es überall im Web einfache Onlinerechner, mit denen Verbraucher, aber auch Unternehmen ihren ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck berechnen können, den sie mit ihrem Verbrauch auf der Erde hinterlassen.

Ökologischer Fußabdruck

Dafür zählt man unter anderem alle Ressourcen zusammen, die für den aktuellen Lebensstandard benötigt werden. CO2-Emissionen entstehen bekanntlich überall – beim Autofahren, Heizen, Kochen, Feiern oder Fliegen. Dann zeigt er auf, wie viel Fläche dafür benötigt wird, um die jeweilige Energie zur Verfügung zu stellen. Er ist also eine Art Nachhaltigkeitsindikator, der den Verbrauch von Ressourcen in Relation zur Biokapazität der Erde setzt. Quantitativ stellt er die CO2-Bilanz dar und qualitativ den Flächenbedarf. Experten berechneten mal das Ergebnis für Deutschland: Lebten alle Menschen wie die Deutschen hierzulande, bräuchten wir rein flächenmäßig 2,6
Erden.

Kompensation für das Klima

Inzwischen gibt es Anbieter, bei denen man den eigenen CO2-Ausstoß durch die Unterstützung eines Klimaschutzprojekts kompensieren kann. Möglich ist bei dieser speziellen Form von Ausgleich zum Beispiel, Frauen in Kenia einen effizienten Kocher zu spenden. So verbrauchen diese weniger Holz als auf ihrer offenen Feuerstelle. Gleiches gilt für eine Biogasanlage für eine Familie in Indien, die zu viel Abholzung und gesundheitsschädigende Rußpartikel verhindert. Mit diesen und vergleichbaren Klimaschutzprojekten werden weltweit nachweislich CO2-Emissionen eingespart und gleichzeitig die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung optimiert.

Auch die vergangene Green-Lifestyle-Printausgabe von Mediaplanet Deutschland ist dank des Kooperationspartners myclimate klimaneutral: Berechnet wurden alle Treibhausgas-(THG-)Emissionen, die entlang des Lebenszyklus dieses Produkts entstanden. Bei einem Druck-Erzeugnis sind das in der Regel der Rohstoff Papier, aber auch alle sonstigen THG-Emissionen, die dabei relevant sein können, wie beispielsweise die Distribution über den Transport. Bei dieser Ausgabe betrugen sie insgesamt 12,56 Tonnen CO2. myclimate hat diese Emissionen nun mit einem seiner Klimaschutzprojekte ausgeglichen – ein messbarer Beitrag für die Nachhaltigkeit auf dieser Erde.