Der Mobilitätsbereich weist in unserer Energieversorgung bislang den geringsten Anteil Erneuerbarer Energien auf. Auch gab es hier in den letzten 25 Jahren so gut wie keine Reduktionen der Treibhausgasemissionen.

Neben einem kleineren Beitrag von Ökostrom, vor allem im Schienenverkehr, wird der Erneuerbaren-Anteil im Verkehrssektor bislang vor allem durch Biokraftstoffe geprägt. Um eine nachhaltige Mobilität zu erreichen, müssen die fossilen Kraftstoffe Benzin und Diesel, auf Dauer aber auch das etwas klimaschonendere Erdgas als Antriebsmittel verdrängt werden. Biokraftstoffe stoßen dabei an natürliche Kapazitätsgrenzen.

Einen Ausweg bietet indes der verstärkte Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien auch im Transportbereich, etwa über Elektromobilität oder auch wasserstoffgetriebene Fahrzeuge. Die Elektrifizierung des Verkehrssektors sorgt nicht nur für erheblich effizientere Antriebe, sondern bietet zugleich eine sinnvolle Verwendung für zeitweise auftretenden Überschussstrom aus Sonne und Wind.

Für Verkehrsbereiche wie den Flug- und Schiffsverkehr, die absehbar nicht elektrifiziert werden können, bieten Biokraftstoffe eine klimaschonende Alternative. Diese können ihre Klimabilanz durch technologische Weiterentwicklungen und die stärkere Nutzung von Rest- und Abfallstoffen weiter verbessern.

Über den Austausch von Antrieben und Kraftstoffen hinaus braucht es für eine ganzheitliche Verkehrswende jedoch auch eine neue Mobilitätskultur, die etwa vermehrt geteilte statt privat besessener Verkehrsmittel, den Umstieg auf leichtere Fahrzeuge bis hin zum Fahrrad und E-Bike sowie den stärkeren Mix von öffentlichen und individuellen Angeboten umfasst. So kann Verkehr nicht nur umwelt- sondern auch menschenfreundlicher werden.