Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise sowie der aktuellen Klimaschutzdebatte bekommt die ressourcenschonende Produktion immer mehr Gewicht im Produktionskreislauf. Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe in Deutschland belegen, dass die durchschnittlichen Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe über 40 Prozent des Bruttoproduktionswertes ausmachen, übrigens doppelt so viel wie der Kostenanteil für Löhne.

Durch technische Innovationen und Modernisierungen können teilweise bis zu 20 Prozent an Materialkosten eingespart werden. Neben der Kostenfrage müssen immer auch Fragen der Entsorgung geklärt werden.

Ministerium fördert

In allen Phasen des Produktlebenszyklus gibt es Ansätze für material- und ressourcenschonende Methoden. Inzwischen hat auch das Bundesforschungsministerium hier einen Schwerpunkt für seine Förderung erkannt. Von den Ergebnissen der Forschung sollen Betriebe breit partizipieren können.

Cradle to Cradle

Einen Schritt weiter geht der Hamburger Michael Braungart, der zusammen mit William McDonough ähnlich dem Nährstoffzyklus der Natur einen Plan für die zyklische Ressourcennutzung, in dem Produktionsweisen am Erhalt geschöpfter Werte ausgerichtet sind, entwickelt hat: das Cradle-to-Cradle-Prinzip.

Braungart und McDonough propagieren den Wechsel in ein Produktionssystem, in dem Abfall für die Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden kann. Im Cradle-to-Cradle-Kreislauf werden Produkte so konzipiert, dass kein Abfall entsteht beziehungsweise die Materialien nach der Nutzung wieder komplett recycelt werden können.

So sollen keine negativen Einflüsse auf die Umwelt anfallen. Die eingesetzten Materialien befinden sich in einem geschlossenen Kreislauf ohne den Verlust von natürlichen Ressourcen.