Dennoch sind knapp 50 Jahre später die Folgen des anthropogen verursachten Klimawandels bereits Teil des gesellschaftlichen Lebens und omnipräsent in der politischen sowie gesellschaftlichen Debatte.

Um der Klimaproblematik zu begegnen, wurde im Jahr 2012 das erste Deutsche Ressourceneffizienzprogramm zum Schutz der natürlichen Ressourcen verabschiedet. Die darin festgelegten Programmpunkte zielen auf einen effizienten Umgang mit Energie und Material entlang des gesamten Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen ab. Das schließt eine nachhaltige Rohstoffversorgung, eine ressourceneffiziente Produktion, nachhaltig gestaltete Produkte, einen ressourceneffizienten Konsum wie auch den Ausbau einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ein. Das Credo lautet: Je weniger Energie und Material eingesetzt wird, desto besser.

In den letzten Jahren stand zudem das Konzept einer Circular Economy, also einer erweiterten Kreislaufwirtschaft, zunehmend im Fokus. Eine Circular Economy beschreibt Strategien, um Energie- und Materialkreisläufe zu schließen. Dazu zählen insbesondere die nachhaltige Konstruktion von Produkten zur Erhöhung der technischen Produktlebensdauer, die Wiederverwendung, die Reparatur, neue Geschäftsmodelle wie „Nutzen statt Besitzen“, das Remanufacturing, das Refurbishing sowie das Recycling. Das Ziel einer Circular Economy ist es, möglichst alle bereits eingesetzten Materialien möglichst lange in einem geschlossenen Kreislauf zu führen.

Quelle: VDI ZRE

Ressourceneffizienz und Circular Economy basieren auf dem gleichen Grundgedanken: Der gesamte Lebensweg eines Produkts muss berücksichtigt werden. Nur so können die Folgen der Rohstoffgewinnung, der Produktion, der Nutzung und Entsorgung für Umwelt und Gesellschaft umfassend minimiert werden. Hierbei fokussiert die Circular Economy Strategien zur Schließung von Kreisläufen, während die Ressourceneffizienz auf die Verringerung des Material- und Energieeinsatzes abzielt. Beide Strategien gehen Hand in Hand und müssen zugunsten einer global nachhaltigen Entwicklung von der weltweiten Wirtschaft und Gesellschaft verstanden, integriert und gelebt werden.

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz erstellt hierzu im Auftrag des Bundesumweltministeriums branchenspezifische Informationen, Arbeitsmittel, Publikationen und Filme zu Themen der Ressourceneffizienz und bietet diese kostenfrei auf dessen Website an.