Seitens des Gesetzgebers soll sichergestellt werden, dass auch zukünftige Generationen auf ausreichende Ressourcen zurückgreifen können und die gleichen Voraussetzungen finden wie wir. Aus diesem Grund gilt es, frühzeitig einen Rahmen zu gestalten, der dieses Ziel sicherstellt.

Die Ziele sind nur mit dem Maschinenbau zu erreichen

Ein wesentlicher Schlüssel zur Zielerreichung liegt in der Investitionsgüterindustrie. Laut Aussage des Umweltbundesamtes steht der Maschinenbau im Zentrum der Innovationsprozesse, die eine kontinuierlich zunehmende Ressourceneffizienz erst möglich machen.

Der Maschinenbau ist mit seinen zahlreichen Innovationen immer wieder Vorreiter neuster Trends und Entwicklungen und somit die Schlüsselbranche für die Abkopplung des Ressourcenverbrauchs vom Bruttoinlandsprodukt. Auch ermöglicht er mit seinen Produktionstechnologien die effizientere Produktion von Konsumgütern.

Doch politische Ansätze zur Ressourceneffizienzsteigerung von Konsumgütern passen selten auf langlebige Investitionsgüter.Aus diesem Grund fordert der Maschinenbau deutlich Differenzierungen seitens der Politik. Ein Mobilkran ist eben keine Kaffeemaschine.

Zahlreiche Beispiele vorhanden

Der Maschinenbau verfügt über zahlreiche Beispiele der Ressourceneffizienz. Bereits seit vielen Jahren optimieren die Unternehmen der Investitionsgüterindustrie ihre Erzeugnisse und ihre Produktionsprozesse. Besonders anschaulich wurde dies mit dem Start der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence. Anhand von „Erfolgsgeschichten“ haben die Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ressourceneffizienzerfolge unter www.bluecompetence.net zu präsentieren.

So wurde zum Beispiel die Funktion eines Schneidewerkzeugs

beziehungsweise das ganze Werkzeug „geteilt“, der Schneidenteil aus Hartmetall hergestellt und lösbar mit einem Schaft aus Stahl verbunden. Vorteil: die Kombination der Verschleißfestigkeit des Hartmetalls mit der Zähigkeit des Stahls. Oder auch die Massivholzbearbeitung mit diamantbestückten Schneiden war bisher quasi unmöglich.

Durch neuartige Entwicklungen profitiert man nun von langen Standzeiten diamantbestückter Werkzeuge und reduziert den Verbrauch von Spezialwerkzeugen. Die Schneiden bleiben deutlich länger im Einsatz, was die energieintensive Nachschärfung und Herstellung neuer Werkzeuge reduziert und den Neueinsatz von Material verringert.

Unternehmen übernehmen Verantwortung

Spannend ist aber auch die Frage, was Maschinen- und Anlagenbauer im eigenen Unternehmen tun, um die Ressourceneffizienz zu steigern. Das Blue-Competence-Motto „Tue Gutes und rede darüber“ gilt auch hier. Unter anderem werden Mitarbeiter durch ein betriebliches Vorschlagswesen oder auch durch Fortbildungsveranstaltungen in die Verbesserung der Ressourceneffizienz eingebunden.

Ein Ventilatorenhersteller hat seit November 2010 das Auszubildendenprojekt „Energiescouts“ etabliert. Ausgestattet mit hochsensiblen Geräten wie Druckluftmessgerät und Wärmebildkamera sind die Energiescouts im Unternehmen unterwegs und spüren Energiefresser auf. Anschließend werden diese repariert oder ersetzt. Durch den Einsatz der Energiescouts konnten bereits im ersten Jahr 100.000 Euro eingespart werden.