Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz, das im Auftrag des Bundesumweltministeriums arbeitet, hat seine Ressourcenchecks für eine schnelle und unkomplizierte Analyse des Ist-Zustands entwickelt. Das Tool umfasst sowohl einen Fragebogen mit durchschnittlich sechs Fragen zur Produktgestaltung, Material- und Energieeffizienz sowie Mitarbeitereinbindung als auch modular aufgebaute Checklisten.

Eine Einschätzung des Ressourceneffizienz-Potenzials erfolgt nach dem Ampelprinzip: Grün steht für geringes, Rot für hohes Effizienzpotenzial. Die Ressourcenchecks sind für verschiedene Fertigungsverfahren verfügbar.

Im Ergebnis enthalten die Checklisten Methoden, Werkzeuge und Maßnahmen, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Anregungen zur Prozessoptimierung geben. KMU können sowohl die Auswertung des Ressourcenchecks als auch weiterführende Vorschläge zur technischen Umsetzung herunterladen.

Konfigurator-Tool ermöglicht individuellen Check

Treffen die vorgegebenen Ressourcenchecks nicht genau die eigenen Schwerpunkte, sind auch individuelle Checks möglich: Dafür wählt man zunächst die für das eigene Unternehmen relevanten Fertigungs- oder prozessorientierten Verfahren aus. Je nach Produktionsschwerpunkt kommen dafür gegebenenfalls auch mehrere Checks gleichzeitig zum Beispiel zum Ur- bzw. Umformen, Trennen, Fügen oder Beschichten in Frage.

Nach Auswahl der eigenen Verfahren steht ein breit gefächerter Themenpool zur Verfügung. Von der Materialeinsparung, der Ausschussreduzierung oder dem Werkzeugmanagement über die Druckluftanlagen bis hin zur Wärme-, Kälte- und Klimatechnik können Unternehmen an dieser Stelle des Ressourcenchecks unterschiedliche Themen aus den Bereichen der Energie- und Materialeffizienz auswählen.

Abschließend hält das Konfigurator-Tool die Option bereit, auch Mitarbeiterthemen wie produkt- und projektbezogene Besprechungen oder Schulungen in den individuellen Ressourcencheck zu integrieren. Danach gelangt man zur individuellen Auswertung. So können KMU anhand des schnell verfügbaren Ergebnisses analysieren, welche Effizienzpotenziale in den eigenen Produktionsprozessen stecken.