Die Staatengemeinschaft hatte sich erstmals verpflichtet, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, bestenfalls gar auf 1,5 Grad.

Sie taten dies im Bewusstsein, dass sie dafür die globalen Netto-Treibhausgasemissionen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts auf null reduzieren müssen. Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks zeigte sich auch entsprechend tatenfreudig und verkündete, noch vor der Sommerpause 2016 einen Klimaschutzplan 2050 verabschieden zu wollen.

Darin will sie bis zur Mitte dieses Jahrhunderts konkrete Schritte zur Dekarbonisierung festlegen, also de facto den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas regeln.

Knackpunkt Heizungskeller

Während inzwischen jede dritte Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien stammt, feiert die Ölheizung gerade ihr Comeback. Ein immenser Störfaktor für eine erfolgreiche Energiewende. Die privaten Haushalte sind die drittgrößten CO2-Emittenten, der Austausch alter Heizungen gegen umweltfreundliche Geräte auf Basis Erneuerbarer Energien bietet den größten Hebel für den Umweltschutz.

Wer seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte, muss dafür keine Komforteinbußen hinnehmen: Bereits jeder dritte Neubau im Ein- und Zweifamilienhaus wird heute durch eine umweltfreundliche Wärmepumpe beheizt. Diese Hightech-Heizung führen alle namhaften deutschen Heizungshersteller wie Bosch, Vaillant oder Viessmann in ihrem Sortiment, daneben gibt es am Markt zahlreiche Spezialisten, wie Stiebel Eltron, Glen Dimplex, ait-Deutschland und viele mehr, die sich ganz dieser Technik verschrieben haben.

Wärmepumpen nutzen die Wärme aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, um daraus unter Zuhilfenahme von Strom als Antriebsenergie Heizwärme und Heißwasser zu erzeugen. Eine effiziente Wärmepumpe erzeugt so aus einer Einheit Strom und drei Einheiten Umweltwärme vier Einheiten Heizwärme.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass 75 Prozent fossiler Brennstoffe durch Umweltwärme ersetzt werden. Wird die Wärmepumpe mit Ökostrom betrieben oder mit Strom aus der Photovoltaikanlage vom eigenen Dach, heizt sie schon heute nahezu emissionsfrei.

Staatliche Förderung für Wärmepumpen

Viele Umweltschützer handeln aus ideellen Beweggründen, finanzielle Interessen spielen eine untergeordnete Rolle. Im Fall der Heizungssanierung lässt sich beides zusammenbringen: Angesichts niedriger Zinsen bringen Sparbücher keine Rendite mehr, eine energetische Sanierung der eigenen Immobilie schafft hingegen einen dauerhaften Wert.

Günstige Kredite über die KfW-Bank sichern die Finanzierung. Über das Marktanreizprogramm (MAP) erhalten Sanierer, die ihren Ölkessel gegen eine effiziente Erdwärmepumpe austauschen und ihr Heizsystem optimieren lassen, mindestens 8.700 Euro.