Dafür gibt es polymere Werkstoffe: Kunststoff ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn es darum geht, Ressourcen zu sparen. Etwa bei der Isolierung gegen Kälte und Wärme, der Nutzung der Windenergie, bei Verpackungen oder zum Bau von leichten, sparsamen Autos.

Dennoch wird Kunststoff eher selten mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht – meist, weil nicht der gesamte Lebenszyklus eines Produktes, sondern nur ein einzelner Teil davon betrachtet wird. Zuverlässig beurteilen kann man Ressourceneffizienz aber nur über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes - und auch nur durch umweltbewusste Entscheidungen in jeder Phase des Zyklus‘ erreichen.

Klar ist, dass jedes Material Ressourcen verbraucht und Auswirkungen auf die Umwelt hat. Auch Kunststoff. Aber in ihrer Nutzenphase bieten Kunststoffprodukte oft signifikante Ressourcensparpotenziale: Autoteile aus Kunststoff machen das Fahrzeug leichter, es braucht weniger Kraftstoff und stößt weniger Schadstoffe aus. Innovative Lebensmittelverpackungen machen ein Steak bis zu zehn Tage länger haltbar und vermeiden Verderb.

Die Ressourcen, die nötig waren, das Fleisch zu produzieren, bleiben erhalten. Eine Kunststoff-Wärmedämmung spart über die Nutzungsdauer 250 mal mehr Energie als zu ihrer Herstellung aufgewendet wurde. Aber irgendwann wird jedes Produkt zu Abfall. Dann schlägt die Stunde der Verwertung. Die Deponierung von Kunststoffabfällen ist keine Lösung, aber Kunststoffprodukte können rohstofflich, werkstofflich oder energetisch verwertet werden.

Fazit: Wer wirklich Ressourcen sparen will, muss den ganzen Lebenszyklus im Auge behalten, und kommt an Kunststoff nicht vorbei.