Welche Altkleider-Mengen fallen an und warum?

Allein in Deutschland beträgt das Altkleideraufkommen etwa 750.000 Tonnen pro Jahr. Kleidung unterliegt immer schnelllebigen Trends und große Modeketten bringen ständig neue Kollektionen auf den Markt.

Entsprechend häufig wird Neues gekauft, derzeit sind dies rund 27 Kilogramm pro Bundesbürger und Jahr. Das Erworbene wird ebenso schnell wieder aussortiert.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen karitativen Einrichtungen und den gewerblichen Verwertungsbetrieben?

Alttextilien werden in Deutschland auf unterschiedliche Arten gesammelt. Zum Beispiel durch Haussammlungen, Straßen und Containersammlungen, zum Teil aber auch durch direkte Abgabe bei Kleiderkammern. Altkleidersammlung erfordert in jedem Fall Logistik.

70 Prozent der Weltbevölkerung gebrauchen Second-Hand-Kleidung!

Die Erfassung, Aufbereitung, Sortierung und Vermarktung der Gebrauchtkleider ist personal- und kostenintensiv. Kirchliche und soziale Einrichtungen, die Textilsammlungen betreiben, können dies in der Regel selbst nicht leisten.

Deshalb setzen sie auf die Zusammenarbeit mit professionellen Recyclingunternehmen.

Diese wandeln durch die Vermarktung der gesammelten Textilien die erhaltene Sachspende in eine Geldspende um. Somit können sich diese Organisationen auf ihre Kerntätigkeit konzentrieren und die erwirtschafteten finanziellen Mittel für ihre gemeinnützigen Projekte verwenden.

Warum werden Altkleider überhaupt exportiert? Gibt es nicht in Deutschland genügend Bedürftige, die die Altkleider gut gebrauchen könnten?

Im Gegensatz zu Billigimporten aus Asien besteht Second-Hand-Kleidung größtenteils aus Baumwolle und nicht aus Kunstfasern

Die kirchlichen und karitativen Organisationen entnehmen den Sammlungen die Mengen an Kleidung, die sie für ihre Kleiderkammern benötigen, um den bedürftigen vor Ort direkt helfen zu können.

Der Bedarf ist aber bei weitem nicht so groß wie das Sammelaufkommen.

Daher ist es nur sinnvoll, mit nicht national benötigten Mengen den weltweiten Bedarf an tragbarer Second-Hand-Kleidung zu befriedigen.

 

Warum bevorzugen viele Menschen Second-Hand-Kleidung?

70 Prozent der Weltbevölkerung gebrauchen Second-Hand-Kleidung! Second-Hand-Kleidung ist oft nur wenige Monate getragen damit aktuell und modisch. Die große Auswahl wird von den Käufern besonders geschätzt. Weltweit möchten die Menschen mit einem individuellen Kleidungsstil ihre Persönlichkeit unterstreichen und an Modetrends teilhaben.

Im Gegensatz zu Billigimporten aus Asien besteht Second-Hand-Kleidung größtenteils aus Baumwolle und nicht aus Kunstfasern. Dies hat sowohl qualitative als auch hygienische Vorteile. Insgesamt ermöglicht die Ware den Menschen vor Ort, zu verhältnismäßig günstigen Preisen modische, gut erhaltene und qualitativ hochwertige Kleidung zu erwerben.

Dieser enorme Bedarf ist zudem vermutlich nicht mit Neuware aus Primärrohstoffen zu decken.