Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht. Laut des Weltwasserberichts der Unesco steigt die Nachfrage nach Wasser weiter an, weil die Weltbevölkerung bis 2050 auf rund neun Milliarden Menschen wächst und weil immer mehr Menschen einen höheren Lebensstandard erreichen.

Zugleich ist gerade in Entwicklungsländern Trinkwasser nicht in ausreichender Qualität vorhanden. Weltweit haben derzeit rund 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fast 2,5 Milliarden Menschen verfügen nicht über einfache sanitäre Anlagen. Verschmutztes Wasser ist heute eine der Hauptursachen für Krankheiten.

Alle 90 Sekunden stirbt ein Kind

Der Mangel an sauberem Trinkwasser hat Folgen: Krankheiten wie Typhus, Cholera und Durchfall gehören zum Alltag hunderttausender Familien aus armen Bevölkerungsschichten. Alle 90 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von verunreinigtem Wasser. Umso wichtiger sind Entwicklungsprojekte, die sich für die Besserung von Wasserversorgung, der sanitären Gegebenheiten und der Hygiene einsetzen. Solche Projekte werden WASH-Projekte genannt und beinhalten beispielsweise:

  • Hygiene-Schulungen: Die Dorfbewohner werden bei Informationsveranstaltungen interaktiv für das Thema Hygiene und Wasserversorgung sensibilisiert.
  • Workshops: Interessierten Familien wird die Handhabung und Instandhaltung des Bio-Sand-Wasserfilters, der bis zu 99,5 Prozent aller Keime und Bakterien vernichtet und verschmutztes Wasser in gereinigtes Trinkwasser verwandelt, gezeigt.
  • Bei den Workshops wird zudem die Nutzung der Latrinen ausführlich erläutert.
  • Installation: Familien erhalten einen Bio-Sand-Wasserfilter und durch Spenden subventionierte Latrinen. Der Bio-Sand-Wasserfilter ist eine simple Konstruktion. Er wird größtenteils aus Materialien vor Ort hergestellt. Er produziert bis zu einem Liter sauberes Wasser pro Minute. Täglich werden auf diese Weise mindestens sechs Personen pro Filter mit Trinkwasser versorgt.

Sauberes Wasser geht jeden an

Wir in Deutschland kümmern uns wenig um die Trinkwasserproblematik, da wir jederzeit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Dennoch sollten wir die Ärmsten der Armen nicht vergessen. Unterstützen kann man WASH-Projekte, in dem man Pate wird.