Auch Online- und Versandhändler müssen künftig alte Elektrogeräte annehmen. Die Händler sind dann verpflichtet, Altgeräte, die keine äußere Abmessung über 25 Zentimeter aufweisen, zurückzunehmen. Für die Rücknahme größerer Altgeräte gilt die Pflicht nur, wenn gleichzeitig ein neues Gerät gleicher Art gekauft wird.

Die neuen Regelungen sollen dazu dienen, mehr Altgeräte einzusammeln.

Die Rückgabe im Handel ist für den Bürger kostenlos. Nur wenn das alte Gerät abgeholt werden soll, darf der Händler den Aufwand in Rechnung stellen. Auch alle weiteren Kosten fallen nicht beim Verbraucher an. Aufgrund des Prinzips der sogenannten Produktverantwortung trägt diese der Hersteller.

Teuer werden kann es  für die Verbraucher allerdings, wenn sie alte Elektrogeräte einfach in den Hausmüll werfen. Hier drohen Bußgelder von bis zu 100 Euro.

Die neuen Regelungen sollen dazu dienen, mehr Altgeräte einzusammeln. Konkret soll der Rücklauf an Altgeräten 2016 auf 45 Prozent der insgesamt in den deutschen Markt eingebrachten Menge an Neugeräten erhöht werden. Bis 2019 soll diese Quote dann auf 65 Prozent gesteigert werden. Bisher werden jährlich knapp 1,7 Millionen Tonnen neuer Elektrogeräte verkauft. Aber nur etwa 600.000 Tonnen ausrangierter Geräte werden eingesammelt. Ein großer Teil der alten Geräte verschwindet ohne Registrierung aus dem System der Rückgabe.