Der Unterschied hat Gewicht. Das wissen auch die Verbraucher, die bei mehr und mehr Lebensmitteln auf das Fairtrade-Siegel achten. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel rücken die Herkunft und die Anbaubedingungen im Ursprung in den Fokus. Wir wollen nicht mehr nur, dass die Erzeuger in unserem Land ein gutes Auskommen haben. Fairness muss auch für die Erzeuger in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gelten.

Fairtrade richtet den Fokus auf Kleinbauern im globalen Süden, die in Familienbetrieben ihr eigenes Stück Land bewirtschaften. Denn sie sind oft die Schwächsten in der Lieferkette unserer Lebensmittel. Regierungen hofieren Agrarkonzerne, die in Großanlagen investieren, und interessieren sich kaum für die Belange der Kleinbauern. Saatgutmonopole erschweren die kleinbäuerliche Landwirtschaft und der Preisdruck, der auf die kleinen Familienbetriebe ausgeübt wird, wächst.

Gegen die Lobby der Agrarkonzerne haben sie kaum eine Stimme. Und das, obwohl sie 70 Prozent der weltweiten Lebensmittel produzieren. Nicht nur das: Die kleinbäuerliche Landwirtschaft gilt im Gegensatz zur großen Agrarindustrie auch als besonders nachhaltige Produktion. Weniger Chemie und weniger monokultureller Anbau schonen Böden und Natur.

Deshalb ist der tägliche Einkauf die Chance, den Welthandel fairer zu machen. Fairtrade ist die Lobby der Kleinbauern. Durch Fairtrade bekommen sie eine Stimme, die gehört wird, eine bessere Position auf dem Markt und die Chance, ihre Entwicklung in die eigene Hand zu nehmen.

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