Zum Wegwerfen ist Kunststoff zu schade.

Der in einem Produkt enthaltene Kunststoff kann am Ende des Lebensweges auf drei unterschiedliche Arten verwertet werden: werkstofflich, rohstofflich oder energetisch. Am sinnvollsten unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten ist ein Verwertungsmix aus allen drei Verfahren.

In der EU gibt es kein einheitliches System für den Umgang mit Abfällen. Deutschland ist heute mit seiner Verwertungsquote von 99% Musterknabe in Europa und der Welt.

Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts, und wir müssen alles dafür tun, sein Potenzial im Dienst der Nachhaltigkeit auszuschöpfen

Doch wenn funktionierende Verwertungsstrukturen und das Bewusstsein um den richtigen Umgang mit Abfällen fehlen, können Abfälle unkontrolliert in die Umwelt und am Ende sogar ins Meer gelangen. Dagegen hilft vor allem effektives Abfallmanagement - eine geordnete Erfassung von Haushalts- und Siedlungsabfällen ist unabdingbar.

Die Kunststoffindustrie kämpft daher für ein europaweites Deponieverbot und fördert kontinuierlich den Wissenstransfer in Sachen Abfallverwertung, etwa mit der Verwertungskonferenz „IdentiPlast“. Damit werden die deutschen Erfahrungen rund um die Verwertung von Kunststoffabfällen mit anderen Ländern geteilt.

Auch globale Anstrengungen sind erforderlich, um das weltweite Problem Marine Litter zu bekämpfen: So unterstützt und initiiert die Kunststoffindustrie Maßnahmen wie die „Global Declaration“ gegen Meeresmüll.

60 Kunststofforganisationen aus 34 Ländern haben unterzeichnet. Denn Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts, und wir müssen alles dafür tun, sein Potenzial im Dienst der Nachhaltigkeit auszuschöpfen.