Wir brauchen Wasser als Lebenselixier zum Trinken, als Sauerstofflieferant und Klimakontrolleur. Dass es unseren Meeren allerdings nicht sonderlich gut geht, wissen wir. Überfischung und illegales Fischen hat ganze Arten aussterben lassen, der Klimawandel bringt die Temperaturen und so auch die Lebensräume von Korallen und Algen ins Wanken, Übersäuerung und Inseln aus Plastikbergen, die massenweise Tiere und inzwischen auch uns Menschen bedrohen, sind nur einige der Probleme.

Die Südafrikanerin Hani Prinsloo setzt sich für den Schutz der Meere auf ganz besondere Weise ein. Im Kleinen Fischerort Kalkbay an der Ostküste des Kaps lebt die ehemalige Profi- Freediverin, die 11 Tieftauch Rekorde gebrochen hat . Die 38-Jährige hat sich hier mit ihrer Stiftung „I AM WATER FOUNDATION“ niedergelassen  und es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen durch Meeres-Erlebnisse wieder an die Schönheit und Wichtigkeit der Ozeane heranzuführen.

„Ich glaube, dass das Hauptproblem der heutigen Ozeanzerstörung im Wesentlichen auf emotionale Abkopplung von uns Menschen zurückzuführen ist.“

Hanli glaubt  und handelt mit Ihrer Arbeit der I AM WATER FOUNDATION nach dem Ethos, daß der Mensch das schützt, was er liebt. Sie bietet daher  Erlebnisse in und an den Ozeanen der Welt... In ihren Ozean-Workshops für Jugendliche „zeigt sie Kindern aus armen Gebieten Südafrikas, wo Bewusstsein für die Natur ein wenig verbreitetes Gut ist, die Schönheit, aber auch Zerbrechlichkeit der südafrikanischen Ozeane. 3000 km Küste säumen ihr wunderschönes Heimatland, der Indische und Atlantische Ozean treffen sich hier, was zu grandioser Fischvielfalt, Ausnahmewellen für Wassersportler und unterschiedlichsten Klimazonen auf engstem Raum führt.

„Nur wenn man eine emotionale  Erfahrung macht, verändert man wirklich sein Verhalten.“

Der Schutz der Meere ist für Prinsloo inzwischen ein Vollzeit-Engagement geworden.  Nach Jahren als Dokumentarfilmerin und Profi-Taucherin nimmt ihre Stiftung heute den Hauptteil Ihres Lebens ein. Prinsloo wird auch von großen Firmen als Speaker geladen, unter anderem zu den Themen Leidenschaft, Führung und Risiko.

Neben Ihren Kinder - Workshops bietet Sie faszinierende Tauchreisen für Erwachsene an, um Ihre ehrenamtliche Bildungsarbeit zu finanzieren. Mit I Am Water Ocean Travel reist sie zu den schönsten Meeresflecken der Erde, um Menschen Taucherlebnisse mit Walhaien, Meeressschildkröten und Delphinen zu ermöglichen.

Doch auch in Deutschland können wir täglich etwas für unsere Meere tun.

Hier Hanli’s fünf Top Meeresschutz-Tipps:

1. Essen Sie umweltfreundliche Fischprodukte.

Bitten Sie Ihr Fischrestaurant oder Ihren Fischmarkt, bei Fischereien mit nachhaltigen Fangtechniken einzukaufen. Achten Sie auf Fachbegriffe wie "Pole caught", "Diver caught", "sustainably caught" oder "sustainably harvested".  Oder nutzen Sie eine App, um zu sehen, welche Fische serviert werden (z.B. Good Fish Guide)

2. Den Wegwerf-Lebensstil aufgeben

Unsere Meere werden zu Plastik Müllhalden. Sie werden von einem Produkt erstickt, das wir selbst erschaffen haben, das sich nicht zersetzt und in unseren Ozeanen landet.

Verzichten Sie auf Plastikstrohhalmen! Plastikstrohhalme gehören zu den Top 5 Müllprodukten im Meer und werden leicht von Meerestieren verschluckt. Benutzen Sie eine Bambus-Zahnbürste. Verzichten Sie auf Einweg-Kunststoffe, und benutzen Sie wiederverwendbare Beutel, Getränkebecher und Lebensmittelbehälter. Tragen Sie eine wiederbefüllbare Wasserflasche und eine Gabel in Ihrem Rucksack oder Ihrer Handtasche, damit ist schon viel getan.

3. Leb den Grün- Blauen Lifestyle

Kohlendioxid aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe übersäuert unsere Ozeane und tötet Korallen weltweit. Wenn wir alle unsere Energieverbrauch - und CO2-Emission reduzieren, helfen wir auch unseren Meeren. Fahren Sie daher mit dem Fahrrad, mit Fahrgemeinschaften oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und zur Schule. Installieren Sie effiziente Geräte in Ihrem Haus. Versuchen Sie, die Wäsche auf einer Wäscheleine oder einem Gestell statt im Trockner zu trocknen. Schalten Sie Geräte aus und ziehen Sie den Stecker, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Informieren Sie sich über die Umweltpolitik von Unternehmen und kaufen Sie nur bei denjenigen, die grüne und blaue Praktiken fördern. Kaufen Sie keine Gegenstände, die Ozeane oder empfindliche Meeresumgebungen ausnutzen, wie Korallenschmuck oder Accessoires aus Haien oder Schildkröten.  Wenn Sie Fischöl-Ergänzungspillen einnehmen, ersetzen Sie stattdessen gesundes Leinsamenöl.

4. Build your blue mind...


Seien sie neugierig!   Sammeln Sie Wissen über unsere Meere und lernen Sie verstehen, wie sich Ihre Handlungen auswirken. Teilen Sie mit, was mit den Weltmeeren geschieht und was sie tun können, um etwas zu ändern. Wir sind so mit dem Ozean verbunden, dass jeder Atemzug, den wir tun, mit dem Ozean zu tun hat. Wir beschäftigen uns mit unserem Leben und vergessen, dass alles, was wir tun, auch unseren Lebensraum, die Natur beeinflusst.

Ocean Amp – Deine tägliche Dosis Ozean!

Anja Medau (www.anjamedau.com) ist Journalistin und berichtet in ihrem Online-Magazin OceanAmp (www.oceanamp.org) über spannende Menschen und Projekte, die Ihr Leben dem Meer widmen. Dazu gehören Wassersportler, Wissenschaftler, Umweltschützer, Aktivisten und Stiftungen, die das Meer als Lebenselixier sehen und gemeinsam etwas bewegen. Um ihr Online Projekt voranzubringen, sucht sie Investoren und Partner.
 
„Meine Idee zu OceanAmp entstand vor inzwischen vier Jahren auf einem Surftrip nach Portugal in der Hochsaison. Ich erlebte die schönsten Strände der Erde, aber auch die Auswirkungen des Massentourismus: Müll, nicht genug Mülltonnen, nicht genug Toiletten und Menschen, die oft kein ökologisches Bewusstsein haben. Ich wollte etwas ändern“.

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