Abfallwirtschaft bezeichnet folglich kein einheitliches System: Bauschutt, Verbrennungsschlacke und Joghurtbecher unterscheiden sich in der Zusammensetzung der verwendeten Stoffe, im Recyclingaufwand und im Umfang der Wiederverwertbarkeit.

Letztendlich müssen sich Sekundärrohstoffe allerdings so ökonomisch wiedergewinnen lassen, dass sie auf dem Markt mit Primärrohstoffen konkurrieren können. Ausreichende Abfallmengen, technologisches Know-how, materielle Nachfrage, Produktgestaltung und politische Rahmenbedingungen sind die wesentlichen Faktoren, die den Markterfolg eines Rezyklats bestimmen. Und damit zumindest ein Segment zu einer Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

Die Abfallwirtschaft ist allerdings für Abfälle nicht ursächlich verantwortlich. „Schuld“ daran tragen Produzenten, Händler und Verbraucher, die an verschiedenen Stellen in die Wertschöpfungskette eingreifen.

Würden ihre jeweiligen Interessen aufeinander abgestimmt und von Anfang an in das Produkt einfließen, ließen sich Abfälle reduzieren oder eventuell vollständig vermeiden. Das sieht zumindest die Cradle-to-Cradle-Idee vor, die für eine geschlossene Circular Economy plädiert. Bis zu ihrer Realisierung können Verbraucher Leasing- oder Dienstleistungsmodelle stärker favorisieren.

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