Sie wurden von der Terrormiliz IS, die im August 2014 in den Nordirak einmarschierte, aus ihrer Heimat vertrieben. Etwa 10.000 Jesiden flohen ins Sindschar-Gebirge, wo sie seitdem in Flüchtlingslagern ausharren – oft ohne jede medizinische Versorgung.

Als die IS-Islamisten vor über einem Jahr die Region rund um die Stadt Sindschar überfielen, begann für die religiöse Minderheit der Jesiden ein unvorstellbares Martyrium. Tausende Menschen wurden auf barbarische Weise ermordet. Frauen und Mädchen wurden entführt, vergewaltigt und verkauft.

Die meisten Jesiden flohen daraufhin aus der Region, doch etwa 10.000 Menschen entschieden sich, ihre Heimat nicht zu verlassen. Sie flüchteten in die umliegenden Berge und leben über das ganze Gebiet verstreut, zum großen Teil in Flüchtlingslagern. Sie sind bisher abgeschnitten von jeglicher medizinischer Versorgung. Kinder sterben an leicht zu behandelnden Krankheiten, weil es kaum Zugang zu Wasser und Medikamente gibt. Selbst kleine Verletzungen können nicht behandelt werden.

Der Winter steht vor der Tür. Dann kann es in den Bergen bitterkalt werden, Krankheiten wie Grippe und Rheuma sind vorprogrammiert. Wie sollen die Flüchtlinge dann versorgt werden?

action medeor hat seine Hilfe für die Flüchtlinge im Sindschar sofort zugesagt und hat bereits eine große Lieferung mit Basis-Medikamente gegen Schmerzen, Antibiotika sowie Medikamente gegen Durchfall und Verbandsmaterial zur Wundversorgung, aber auch medizinisches Equipment wie Verbandsmaterial, chirurgisches Besteck und dringend erforderliche medizinische Geräte wie zum Beispiel zur Sterilisation von Instrumenten gepackt.

Für diese Hilfe ist action medeor auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto 9993 bei action medeor

Sparkasse Krefeld, BLZ 320 500 00,

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Stichwort: Hilfe für Flüchtlinge


Seit Ausbruch des Krieges in Syrien versorgt action medeor Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in Syrien und in den Flüchtlingslagern im Nordirak und der Südtürkei mit Medikamenten und medizinischem Equipment. Insgesamt wurden für die Flüchtlinge Hilfssendungen mit einem Gewicht von über 250 Tonnen versendet.