Beide verbindet auch, dass das norwegische Nobelkomitee sie in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis 2018 auszeichnete.

Mukwege ist auf die Behandlung von Vergewaltigungsopfern in seiner Heimat Kongo spezialisiert: Zusammen mit Kollegen hat er bereits Tausende Frauen behandelt, teilweise kostenlos. Er gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen, die durch Gruppenvergewaltigungen sowie durch gezielte physische Unterleibsschändungen verursacht wurden. Er erhielt außerdem bereits den Alternativen Nobelpreis, den Sacharow-Preis und den UNO-Menschenrechtspreis für sein Engagement. Vor ein paar Jahren entging er nur knapp einem Mordanschlag und floh mit seiner Familie ins Exil nach Europa. Doch bereits ein Jahr später war er wieder zurück in seiner Heimat.

Zeugnis für ein Martyrium

Die Jesidin Nadia Murad war erst 25 Jahre, als die Terrormiliz „Islamischer Staat“ ihr Dorf im Nordirak überfiel. Sie tötete die Bevölkerung und verschleppte Frauen wie Murad nach Mossul. Dort hielten die Terroristen sie als Sexsklavin, missbrauchten und verkauften sie weiter. Ihr gelang jedoch die Flucht – seitdem kämpft sie gegen sexuelle Gewalt und möchte auf das Schicksal missbrauchter Frauen aufmerksam machen.

Mittlerweile lebt sie in Deutschland und ist als Buchautorin und UNO-Sonderbotschafterin für die Rechte der Opfer von Menschenhandel tätig. In dieser Funktion reist sie um die Welt, berichtet und legt Zeugnis von ihrem Martyrium ab. Dadurch bekommen die Tausenden, von IS-Terroristen missbrauchten Frauen eine  Stimme – und der Genozid an den Jesiden gerät nicht in Vergessenheit.

Engagierte Preisträger

Auch die deutsche Bundesregierung lobt das Engagement der beiden als zwei großartige Preisträger, die beide für sich für den Schrei nach Menschlichkeit stehen – inmitten unvorstellbarer Grausamkeiten, die Menschen anderen Menschen antun.