Wer der Junge ist und welch traurige Geschichte sich hinter seinem süßen Lächeln verbirgt, erfahren Sie hier.

Tim Lissel war erst eineinhalb Jahre alt, als seine Eltern im Jahr 2002 die Schock-Diagnose erhielten: Leukämie, Tim könnte sterben. Chemotherapie und Monate der Tortur folgen. Danach schien der Blutkrebs besiegt und Tim konnte beginnen ein normales Leben außerhalb des Krankenhauses zu führen  und sogar in den Kindergarten gehen, mit Kindern in seinem Alter spielen, lachen und glücklich sein.

Doch zwei Jahre später kam der Krebs zurück. Diesmal würde Chemotherapie nicht ausreichen, sagten die Ärzte. Tim brauche eine Stammzellenspende.  In Deutschland suchen jedes Jahr 4000 Menschen einen passenden Knochenmarkspender -jeder fünfte sucht vergeblich. Die Krankheit kann jeden treffen. Leukämie ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen und  entsteht im Knochenmark.

Hier ist der normale Reifungsprozess der weißen Blutkörperchen gestört und es kommt zu einer explosionsartigen Vermehrung dieser Zellen. Durch diese ungehinderte Vermehrung werden die anderen im Knochenmark gebildeten Zellen verdrängt, es ist keine normale Blutbildung mehr möglich.

Neue Stammzellen von einem gesunden Spender können die Krankheit heilen. Der Eingriff selbst ist für den Spender keine große Sache: in 80 Prozent der Fälle kann man das über eine Blutentnahme machen, bei weniger als 20 Prozent der Spender wird Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen. Wer sich als Knochenmarkspender erfassen lässt, muss nur mit einem Wattestäbchen einen Abstrich seiner Wangenschleimhaut machen und dieses Wattestäbchen einschicken und kann so Leben retten.

Leben retten mit Stammzellenspende

So wie Udo Kleinmann. „Ich hatte mich zu einer Registrierung bei der DKMS entschlossen, weil es mir wichtig war, kranken Menschen zu helfen. Als dann der überraschende Anruf kam und mir klar wurde, dass ich tatsächlich Stammzellen spenden sollte, wusste ich, dass ich die einmalige Chance bekam, ein Leben zu retten.

Kurz nach der Spende erfuhr ich dann, dass meine Stammzellen einem kleinen Jungen helfen sollten. Zwei Jahre lang dachte ich immer wieder darüber nach, ob es ihm gut geht, er es tatsächlich schafft“, erzählt Udo Kleinmann.

Als Tim alt genug war um zu verstehen, was Udo für ihn getan hatte, wollte er seinen Lebensretter kennenlernen. Nach einer Frist von zwei Jahren erlaubt die DKMS die Herausgabe der Daten, wenn beide Seiten zustimmen. So kamen Tim und Udo schließlich zusammen. Udo Kleinmann: „Die Begegnung war für mich sehr emotional, es überkam mich eine große Freude und auch Stolz, einen gesunden und lebhaften Jungen vor mir zu sehen.“

Tim wurde seiner Familie quasi drei Mal geschenkt: Einmal bei der Geburt, einmal nach der erfolgreich überstandenen Chemotherapie und dann ein weiteres Mal durch Udo Kleinmanns Knochenmarkspende. Tim ist seit sechs Jahren ohne Symptome und gilt als geheilt.

Werden auch Sie Spender und informieren Sie sich unter: www.dkms.de!