Der Blutkrebs kann innerhalb weniger Wochen zum Tod führen und die Symptome einer Leukämie sind vielfältig. Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Blutkrebs.

Was ist Blutkrebs genau?

Blutkrebs, auch Leukämie genannt, ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen und entsteht im Knochenmark, dem blutbildenden Organ des menschlichen Körpers. Hier ist der normale Reifungsprozess der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die für die Infektabwehr zuständig sind, gestört und es kommt zu einer explosionsartigen Vermehrung dieser Zellen.

Durch diese ungehinderte Vermehrung der bösartigen Zellen werden die anderen im Knochenmark gebildeten Zellen verdrängt. Hierzu gehören die für den Sauerstofftransport verantwortlichen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und die für die Blutgerinnung verantwortlichen Blutplättchen (Thrombozyten). Es ist keine normale Blutbildung mehr möglich.

Wen trifft es besonders häufig?

Es kann grundsätzlich jeden treffen. Es gibt verschiedene Formen von Leukämien, die in unterschiedlichen Altersgruppen auftreten und durch unterschiedliche Verlaufsformen gekennzeichnet sind.

Gibt es Risikofaktoren?

Über die Ursachen für die Entstehung von Leukämien herrscht bisher noch weitgehend Ungewissheit. Man kennt jedoch verschiedene Faktoren, die das Risiko, an einer Leukämie zu erkranken, erhöhen. Dazu gehören eine gewisse erbliche Veranlagung, radioaktive Strahlen und Röntgenstrahlen sowie bestimmte chemische Substanzen. Bei einigen seltenen Leukämiearten spielen auch Viren eine Rolle. Ein weiterer Risikofaktor ist vermutlich das Zigarettenrauchen.

Ist Blutkrebs heilbar?

Ja, doch wenn die herkömmlichen Behandlungsformen, wie beispielsweise Chemotherapie und Bestrahlung, keine dauerhafte Heilung erzielen, ist die letzte Chance die Stammzellen- beziehungsweise Knochenmarkspende, die die Heilungschancen durchaus verbessern kann.

Die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung zwischen Spender und Empfänger liegt im günstigen Fall bei 1:20.000. Bei ungünstigen Verhältnissen jedoch wird kein passender Spender unter Millionen gefunden. Deshalb ist es weiterhin notwendig, dass sich noch mehr Menschen für die Lebensspende bereit erklären.

Wie vielen Betroffenen kann durch eine Spende geholfen werden?

Etwa 40–80 Prozent. Die Heilungschance hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise welche Erkrankung besteht, welche Maßnahmen bereits vor der Transplantation unternommen wurden, wie alt der Spender ist; ob andere Erkrankungen vorliegen, wie lange die Spendersuche gedauert hat.

Was erwartet den Spender?

Kommt ein Spender in die engere Auswahl, muss er nochmals Blut abgeben, das dann noch genauer untersucht und mit den Gewebemerkmalen des Patienten verglichen wird.

Wie riskant ist der Eingriff?

Bei der Knochenmarkspende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf das übliche Narkoserisiko. Nach der Entnahme kann für einige Tage ein lokaler Wundschmerz auftreten – ähnlich dem einer Prellung. Bei der peripheren Stammzellspende können während der Medikamenteneinnahme grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht belegt.