Vorraussetzung für die Bewerbung ist allerdings, dass die Unternehmen nachhaltiges Wirtschaften umsetzen oder dies künftig tun wollen. Eine hochrangig besetzte Jury unter Leitung von Yasmin Fahimi, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wird die besten Bewerber auswählen und über die Preisvergabe entscheiden.

Der CSR-Preis steht unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, die im Januar 2017 die Auszeichnungen übergeben wird.

Was bedeutet CSR?

Für die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft ist Arbeit ein zentraler Schlüssel

CSR, kurz für Corporate Social Responsibility, steht für faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamen Einsatz natürlicher Ressourcen, den Schutz von Klima und Umwelt, ernst gemeintes Engagement vor Ort und Verantwortungsübernahme auch in der Lieferkette.

Unternehmen, die sich mit CSR auseinandersetzen, stehen vor der Herausforderung, Ihre Geschäftsprozesse grundlegend zu hinterfragen: Wie sind die Auswirkungen meines Unternehmen auf die Gesellschaft? Welche globalen Entwicklungen gilt es zu berücksichtigen? Was erwarten die verschiedenen Stakeholder?

Und wie können Unternehmen ihre Ansprüche an unternehmerische Verantwortung bei Lieferanten und Kunden etablieren? In den Antworten auf diese Fragen liegen große Potenziale für effizientes und innovatives Wirtschaften, die es Unternehmen erlauben, sich im nationalen wie globalen Kontext zukunftsfähig aufzustellen.

Sonderpreise für betriebliche Integration geflüchteter Menschen und nachhaltige Lieferketten

Erstmalig werden in diesem Jahr auch zwei Sonderpreise verliehen, um den neuen Herausforderungen an nachhaltiges Handeln von Unternehmen Rechnung zu tragen. Ein Preis richtet sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern und prämiert die betriebliche Integration geflüchteter Menschen in Praktika, Ausbildung oder Anstellung. Für die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft ist Arbeit ein zentraler Schlüssel.

Der zweite Sonderpreis „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ prämiert Unternehmen aus allen Größenkategorien, die ihre Lieferketten transparent, sozial fair und ökologisch verträglich gestalten. Die Komplexität von Lieferketten stellt Unternehmen heute vor besondere Herausforderungen. Umweltschutz, soziale Standards und regionale Wertschöpfung zu vereinen, erfordert nachhaltige Maßnahmen, die über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgehen.

Jeder gewinnt!

Das Besondere: Jedes Unternehmen gehört zu den Gewinnern, denn der CSR-Preis der Bundesregierung ist ein Lernpreis. Alle Wettbewerbsteilnehmer erhalten eine individuelle, wissenschaftlich begleitete Auswertung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen. So können die Unternehmen klarer einschätzen, wie sie im Vergleich zu anderen abschneiden und wo ihre Verbesserungspotentiale liegen.