An einem schönen sonnigen Tag spielte sie gerade mit ihren Freunden auf der Straße vor ihrem Elternhaus, als Soldaten kamen. „Sie haben alles aus dem Haus mitgenommen, was sie tragen konnten“, berichtet Dima. Doch nicht nur das Haus wurde geplündert, auch die Kinder geschlagen und gequält. „Mein Bruder ist seit diesem Tag taub, er kann nichts mehr hören.“ Einen Tag nach dem Überfall waren die Eltern und ihre kleine Schwester plötzlich weg.

Dima und ihr Bruder waren auf sich gestellt und mussten allein in Damaskus überleben. Erst drei Wochen später kam ihr Vater, um sie zu holen. Sie hatten keine andere Wahl, als sie zurückzulassen, da die Flucht nach Jordanien zu strapaziös und gefährlich für alle Kinder gewesen wäre. „Meine kleine Schwester starb bereits auf der Flucht mit meinen Eltern.“

Hilfe für traumatisierte Flüchtlingskinder

Die Johanniter haben in verschiedenen Regionen Jordaniens Kindertagesstätten eingerichtet, in denen die Kinder spielen und lernen, aber auch mit geschulten Psychologen sprechen können. Insgesamt betreuen die Johanniter derzeit 650 Kinder in Jordanien. Auch Dima.

„Als Dima zu uns kam, war sie sehr verschlossen und wollte nicht über das Erlebte sprechen. Doch mittlerweile öffnet sie sich und kann den Schmerz und Verlust äußern“, so Rowida Tailakh (30), Psychologin im Johanniter-Projekt in Jordanien. Um den Kindern ein Stück Alltag und Freude zurückzugeben, lassen sich die Johanniter und ihre Partnerorganisation „United Muslim Relief“ immer wieder Neues einfallen. „Einmal haben wir mit den Kindern gymnastikähnliche Spiele gemacht, was zu großem Gelächter führte.

Dann verteilten wir Luftballons, die wir den Kindern dann aufgeblasen an einen Fuß banden und zertraten. Man spürte den Kindern förmlich die Freude an, für einige Zeit die Tristesse des Alltags als Flüchtling in einem fremden Land zu vergessen und mit anderen Kindern zu spielen und zu lachen“, freut sich Walter Berier, Johanniter-Länderbüroleiter in Jordanien.

Um die syrischen Flüchtlinge weiter unterstützen zu können, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto

Johanniter-Unfall-Hilef e.V.
Stichwort: Flüchtlingshilfe Jordanien
BIC: BFSWDE33XXX
IBAN: DE9437 0205 0004 3304 3300

www.johanniter-auslandshilfe.de