Was hat Sie vor Ort besonders beeindruckt?

Das ganze Projekt hat mir sehr gut gefallen, vor allem aber, wie fantastisch alles organisiert ist. Die Kinder werden in den verschiedenen Altersgruppen altersgerecht betreut und gefördert. Sie lernen viel über Hygiene, gesunde Nahrungsmittel, sie werden ärztlich versorgt – aber sie dürfen auch ganz viel spielen. Und besonders toll ist, dass die Mütter in die Arbeit in den Kitas mit einbezogen werden und dadurch auch viel lernen, was sie selbstständiger und selbstbewusster macht.

Haben Sie auch mit den Kindern gemeinsam gespielt oder gebastelt?

Na klar – aber dafür war leider viel zu wenig Zeit. Aber ich habe mir die gesamte Kaffeeanbau-Region angeschaut und verschiedene Familien kennengelernt, um mir für den RTL-Spendenmarathon als Projektpatin die Arbeit vor Ort anzusehen.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Am meisten berührt hat mich auf jeden Fall das gemeinsame Singen mit den Kindern. Sie hatten extra für uns ein paar Lieder einstudiert, und wir haben dann versucht, den Refrain in fremder Sprache mitzusingen.

Wie ist der Unterschied zwischen den Kindern in den Kitas und den Kindern, die ihre Eltern zur Kaffeeernte begleiten?

Die Kinder, die tagsüber in der Kita betreut werden, dürfen das tun, was Kinder wollen: an einem Ort, der keine Gefahren birgt, gemeinsam spielen und lernen. Die Kinder der Kaffeepflücker sind während der fünf- bis sechsmonatigen Erntezeit tagsüber sich selbst überlassen. Auch ganz kleine Kinder müssen schon jeden Tag den beschwerlichen Weg von der Hütte auf die Plantage auf sich nehmen, pro Weg etwa anderthalb Stunden durch unwegsames Gelände in den Bergen.

Und dann haben sie den ganzen Tag nichts zu tun, sie lümmeln zwischen Spinnen und Schlangen an steilen Berghängen rum. Die älteren passen ein bisschen auf die kleineren Kinder auf – es ist heiß, gefährlich und anstrengend.

Was wünschen Sie den Kindern in Guatemala für ihre Zukunft?

Dass sie alle irgendwann die Chance haben, schon von früher Kindheit an betreut, versorgt und gefördert zu werden und so die Chance auf einen guten Schulabschluss haben.