Doch wenn es um einen guten Zweck geht, ist er mindestens genauso gerne dabei. Warum er sich für Mensch und Tier engagiert, erzählt er im Interview.

Sie sind engagierter Umwelt- und Tierschützer. Was machen Sie genau und wie kam es zu diesem Engagement?

Ich bin mit Tieren groß geworden und habe schon als Baby gelernt, dass Tiere zur Familie gehören und mit genausoviel Respekt wie Menschen behandelt werden müssen. Daher kommt mein Herz für Tiere – heute nutze ich meine Öffentlichkeit, um auf die vielen Missstände in dieser Welt aufmerksam zu machen.

Ich versuche so oft es geht über den Tierschutz zu berichten, ich nehme an Kampagnen teil, und helfe so gut es geht bei der Vermittlung von Hunden aus Tierheimen aus dem In-und Ausland. Auch unser Henry (Chihuahua-Pinscher-Mix, 5 Jahre alt) kommt aus Malta aus einer Tötungsstation. Als ich diese Bilder gesehen habe, wusste ich, ich muss etwas tun.

Du kannst nicht alle Hunde auf der ganzen Welt retten, aber Du kannst die ganze Welt eines Hundes retten.

Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?

Seit meiner Kindheit liebe ich Hunde – und es gibt diesen schönen Spruch: Du kannst nicht alle Hunde auf der ganzen Welt retten, aber Du kannst die ganze Welt eines Hundes retten. Menschen, die Tiere nicht mit Respekt behandeln sind für mich Verbrecher – Tierquälerei muss endlich unter viel höhere Strafen gestellt werden.

Darauf versuche ich auch immer wieder aufmerksam zu machen. Auf meiner Facebook-Seite berichte ich regelmäßig über Louis, einen Mastiff-Rüden, der von seinen Besitzern einfach in einer Wohnung zurückgelassen worden ist.

Nach drei Wochen wurde er fast verhungert gefunden. Dank der tollen Arbeit des Tierschutzvereins Demmin ist Louis gerettet worden. Seiner Geschichte habe ich mich auch angenommen und berichte seitdem über sein Schicksal – zum Glück ist es positiv ausgegangen.

Wir müssen versuchen ein neues Bewusstsein für den Tierschutz in unserer Gesellschaft zu bekommen. Und: mit Tieren macht man keine Geschäfte, deshalb sage ich immer und immer wieder: "Dein bester Freund wartet im Tierheim auf Dich."

Kommen wir zum Thema Umweltschutz zuhause. Wie handhaben Sie das? Bitte geben Sie unseren Lesern 3 Tipps.

Mülltrennung als allererstes. Dazu im ganzen Haus Mehrfachsteckdosen und Zeitschaltuhren. Und: ich habe vor einigen Jahren schon auf grünen Strom umgestellt. Wir versuchen auch beim Wasserverbrauch und beim Müllproduzieren so verantwortungsvoll wie möglich damit umzugehen.

Es ist meiner Meinung nach ganz einfach. Wenn jeder nur ein bisschen bewusster zu Hause mit den Ressourcen umgehen würde, dann wäre schon viel getan. Dazu haben wir am Haus einen eigenen kleinen Brunnen, aus dem ich die Gartenbewässerung im Sommer speise.

Meine Tipps also:

  1. Mehrfachsteckdosen mit Schaltern. Ein Klassiker, aber da spart man viel.
  2. Stromanbieter wechseln - geht mit den gängigen Portalen kinderleicht
  3. bewusst leben zu Hause. Licht ausschalten, Wassersparen, Müll trennen, und so weiter.

Sie haben 2015 zum zweiten Mal die Verleihung der GreenTec Awards moderiert. Welche Aspekte des Umweltpreises erachten Sie als die wichtigsten?

Die zum Teil fantastischen technologischen Innovationen. Zu Hause bewusst leben ist das eine, aber mindestens genauso wichtig ist, dass die Wirtschaft hinterher geht. Wir brauchen breit aufgestellte Rahmenbedingungen, um das Bewusstsein der Menschen zu verändern. Und: Es muss einfach gehen, denn wir als Verbraucher wollen es nicht kompliziert haben.

Aber: Wenn etwas meinen Alltag nicht wirklich beeinflusst, ich aber dabei noch Gutes tue und die Umwelt schütze, dann ja. Ich glaube so denken sehr viele Menschen. Hier sind die Unternehmen gefordert. Deswegen finde ich es herausragend, dass der GreenTec Award hier Personen und Unternehmen auszeichnet, die über den Tellerrand schauen, die die Umwelt schützen und unseren Alltag trotzdem leichter machen.

Welches bei den GreenTec Awards ausgezeichnete Projekt hat Ihrer Meinung nach das größte Potenzial, Menschen für Umweltschutz zu begeistern?

Ganz klar für mich das umweltbewusste Autofahren. E-Cars oder Hybrid. Hier ist meiner Meinung nach ein Riesenpotential. Die Mineralöllobby scheint noch zu stark zu sein. Aber die umweltbewussten Autos werden sich durchsetzen. Und das wird die Menschen hoffentlich auf der ganzen Welt begeistern – und für uns in Deutschland als Autobau-Nation ist das natürlich eine Riesen-Chance.

Leider macht VW gerade in die ganz andere Richtung weltweit Schlagzeilen, aber wenn die Autoindustrie es schafft das Vertrauen der Menschen zurück zu gewinnen, dann hat dieser Bereich das größte Potential, die Menschen zu begeistern. Denn: wir fahren doch alle gerne Auto….